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Greenpeace-Studie: US-Rechenzentren deutlich klimaschädlicher als europäische
Der Ausbau von Rechenzentren boomt und wirkt sich durch den Stromhunger der Anlagen auch auf das weltweite Klima aus - einer Studie zufolge gibt es dabei aber teils deutliche regionale Unterschiede. So verursachten Rechenzentren in den USA durch ihren fossilen Strommix etwa ein Drittel mehr klimaschädliche Treibhausgase als europäische, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwoch mit.
"Der Energiemix entscheidet über die Klimabilanz der Rechenzentren und dieser verbessert sich in Europa, während er in den USA schmutziger wird", erklärte Greenpeace-Sprecher Mauricio Vargas.
Setze sich der Neubau fossiler Kraftwerke in den USA fort, werde der CO2-Fußabdruck von dort erzeugter Rechenleistung den europäischen bis zum Jahr 2030 um das Doppelte übersteigen, führte die Umweltschutzorganisation aus. Dies sei besonders problematisch, weil die führenden Technologieunternehmen AWS, Meta, Google und Microsoft mehr als die Hälfte ihrer Rechenzentren in den USA betrieben.
Für die Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace wurden die Stromquellen von rund 6700 Rechenzentren weltweit untersucht und die CO2-Emissionen der Standorte anhand des lokalen Strommixes bewertet. Kritisch betrachten die Autoren dabei, dass Technologiekonzerne ihre Klimabilanz auf eingekaufte Ökostromzertifikate "ohne physische Leitungsverbindung zum Rechenzentrum" stützen. Dies führe in der Praxis dazu, dass Kohle- und Gaskraftwerke die Stromlücken füllen.
"Einzelne Rechenzentren in den USA schneiden teilweise schlechter ab als Datencenter in Usbekistan, wo der Strom vorwiegend mit Kohle erzeugt wird", erklärte Vargas. "Wenn sich das fossile Roll-Back in den USA fortsetzt, sollten Tech-Konzerne ihre Standorte nicht nur nach der günstigsten Energie auswählen, sondern selbst ausschließlich und nachweislich auf erneuerbare Energien setzen", forderte der Greenpeace-Sprecher.
C.Smith--CPN