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Buckingham Palast entschuldigt sich nach Äußerungen zu schwarzer Aktivistin
Wegen wiederholter Fragen an eine schwarze Wohltätigkeitsaktivistin, woher sie "wirklich" komme, hat sich der Buckingham Palast für die Äußerungen eines Mitgliedes des Königlichen Haushalts entschuldigt. Die Bemerkungen seien "inakzeptabel und zutiefst bedauerlich", erklärte der Palast am Mittwoch. Die betreffende Person entschuldige sich für den entstandenen Schaden und sei von ihrem Ehrenamt zurückgetreten. Derweil trafen Thronfolger Prinz William und seine Frau Kate zu einem Besuch in Boston ein, ihre erste Reise in die USA acht Jahren.
An einem von Königsgemahlin Camilla organisierten Empfang, der auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen sollte, hatte auch die Aktivistin Ngozi Fulani teilgenommen, eine prominente Fürsprecherin für Opfer häuslicher Gewalt. Sie schilderte später auf Twitter, wie sie von einer Frau angesprochen wurde, nachdem sie berichtet hatte, dass sie im Vereinigten Königreich geboren, aufgewachsen und eine Britin sei.
Diese hätte sie gefragt: "Woher kommen Sie wirklich, woher kommen Ihre Leute?" Sie habe sich daraufhin genötigt gefühlt, zu erklären, dass sie "afrikanische Wurzeln" habe und "karibischer Abstammung" sei. Zugleich habe sie aber erneut betont, dass sie britische Staatsbürgerin sei. Der Austausch habe bei ihr "gemischte Gefühle" über den Empfang hinterlassen, berichtete die Geschäftsführerin der in London ansässigen Bewegung Sistah Space.
In der Erklärung des Buckingham Palasts hieß es, der Vorfall werde "äußerst ernst" genommen. Der Palast habe sich mit Ngozi Fulani in Verbindung gesetzt und lade sie ein, persönlich über ihre Erfahrung zu berichten, "wenn sie dies wünscht". Dabei erinnerte der Palast alle Mitglieder des königlichen Haushalts daran, dass sie sich jederzeit an die "Politik der Vielfalt und Inklusion" zu halten hätten.
Britischen Medien zufolge soll es sich bei dem betreffenden Mitglied des Königlichen Haushalts um Susan Hussey handeln. Die 83-Jährige war eine langjährige Hofdame der früheren Königin Elizabeth II. und galt als enge Vertraute der verstorbenen Monarchin. Sie ist eine von sechs Taufpaten von Prinz William.
Unterdessen äußerte sich auch ein Sprecher von Prinz William und seiner Frau Kate in Boston zu dem Vorfall, wo das Paar am Mittwoch zu einem dreitägigen Aufenthalt mit dem Schwerpunkt Klimawandel eintraf.
"Diese Äußerungen waren inakzeptabel", sagte der Sprecher. Es sei richtig, dass die betreffende Person "mit sofortiger Wirkung" zurückgetreten ist. Prinz William sei an der Entscheidung nicht beteiligt gewesen, glaube aber, dass sie richtig sei.
Bei ihrem Besuch in den Vereinigten Staaten werden William und Kate am Freitag voraussichtlich auch US-Präsident Joe Biden treffen. Details dazu würden noch ausgearbeitet, hieß es am Mittwoch vom Weißen Haus.
A.Agostinelli--CPN