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Trump nominiert Kevin Warsh als nächsten US-Zentralbankchef
US-Präsident Donald Trump hat das ehemalige Mitglied des US-Zentralbankrates, Kevin Warsh, als neuen obersten Notenbanker der USA vorgeschlagen. Er kenne Warsh schon seit Langem und gehe davon aus, dass er einen "großartigen" Chef der Federal Reserve abgeben werde, erklärte Trump am Freitag im Kurznachrichtendienst Truth Social. Das Mandat des derzeitigen Fed-Chefs Jerome Powell endet am 15. Mai.
Trump hatte Powell in den vergangenen Monaten wiederholt verbal attackiert, weil dieser die Leitzinsen nicht wie von ihm gewünscht drastisch senkte. Auch läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Powell und die Fed wegen angeblich zu hoher Ausgaben für ein neues Gebäude. Mit dem Ende von Powells Mandat fürchten Beobachter um die Unabhängigkeit der US-Notenbank.
Warsh arbeitete bei der Investmentbank Morgan Stanley, bevor er von US-Präsident George W. Bush als wirtschaftlicher Berater ins Weiße Haus geholt wurde. 2006 wurde er Mitglied im Zentralbankrat, dort galt er als Befürworter einer restriktiven Geldpolitik, also eher höherer Zinsraten, um die Inflation niedrig zu halten.
In den vergangenen Monaten tat sich Warsh zunehmend als Kritiker der Zinspolitik der Fed unter Powell hervor und übernahm viele politische Positionen der Trump-Regierung. Unter anderem sprach er sich offen für Zinssenkungen aus, während die Fed noch die Folgen von Trumps Zollpolitik auf die Verbraucherpreise abwarten wollte. Warshs Nominierung muss noch vom US-Kongress bestätigt werden.
U.Ndiaye--CPN