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DGB-Chefin zum Tag der Arbeit: Beschäftigte nicht zum Sündenbock der Krise machen
Zum Tag der Arbeit hat die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi davor gewarnt, die Beschäftigten angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise zum "Sündenbock" zu machen. Statt Verantwortung zu übernehmen, machten vielfach Arbeitgeber und auch Teile der Politik Beschäftigte "zu Schuldigen" der Krise, kritisierte Fahimi am Freitag auf der zentralen 1.Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Nürnberg. Sie kündigte Gegenwehr an - "in den Betrieben, in den Tarifrunden, auf den Straßen".
Besonders scharf griff Fahimi Pläne zur Abschaffung des Acht-Stunden-Tags an. Ohne den Schutz durch den Acht-Stunden-Tag als regulärer Rahmen entstünde "nichts anderes als die Legalisierung von Ausbeutungsmodellen", wie sie schon im Paketdienst oder anderswo sichtbar seien, sagte die DGB-Chefin. Dies mache Arbeit nicht produktiver, sondern nur ungesünder und unsicherer.
Die Bundesregierung plant eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes. Künftig soll demnach eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit gelten.
Am 1. Mai gibt es bundesweit zahlreiche Kundgebungen und Veranstaltungen vor allem der Gewerkschaften statt. SPD-Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas tritt bei einer DGB-Veranstaltung in Duisburg auf. An anderen Orten nehmen auch Politikerinnen und Politiker von Grünen, Linkspartei sowie CDU/CSU an Kundgebungen teil.
Neben den Gewerkschafts-Veranstaltungen finden am Freitag zahlreiche weitere Demonstrationen statt, in Berlin zum Beispiel die traditionelle Revolutionäre 1.Mai-Demo. Linke Kundgebungen sind zudem unter anderem in Hamburg, Leipzig und Stuttgart geplant. Der Tag der Arbeit ist in Deutschland und vielen anderen Ländern ein Feiertag. Es ist der wichtigste Aktionstag für die Gewerkschaften.
Y.Ibrahim--CPN