-
Verkehrsminister Schnieder verteidigt Tankrabatt - Absage an Tempolimit
-
Russische Schattenflotte: Schweden nimmt Kapitän von gestopptem Schiff fest
-
Nach US-Zolldrohungen: EU-Handelskommissar trifft am Dienstag US-Handelsbeauftragten
-
ADAC-Kritik: Tankrabatt wird weiter nicht vollständig an die Kunden weitergegeben
-
EU-Kommission stoppt Förderung für chinesische Wechselrichter
-
US-Zölle sorgen für viel Beratungsbedarf bei deutschen Unternehmen
-
ADAC rechnet mit leicht erhöhter Staugefahr an kommendem Wochenende
-
Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab
-
Nordrhein-Westfalen: Entenküken in Gleisbett sorgen für Behinderungen im Bahnverkehr
-
Grüne, SPD und Linke ziehen sich vom Internetdienst X zurück
-
Walschlepper in Cuxhaven eingetroffen - Tierärztin erhebt Vorwürfe gegen Crew
-
Umfrage: Zwei Drittel bewerten gesellschaftlichen Zusammenhalt als schlecht
-
Haribo steigert weltweiten Absatz 2025 um 4,5 Prozent
-
Statistikamt: Fast sechs Prozent mehr Beamte als vor zehn Jahren
-
US-Videospielkette Gamestop will für fast 56 Milliarden Dollar Ebay kaufen
-
Materialmangel und Kaufzurückhaltung: Autobranche "schafft es nicht aus der Krise"
-
Trump kündigt Einsatz in Straße von Hormus an - Iran warnt vor Verletzung der Waffenruhe
-
Ökonom: Reaktivierung abgeschalteter Atommeiler betriebswirtschaftlicher Unsinn
-
Pacific Avenue Capital Partners nimmt exklusive Verhandlungen über den Erwerb von ESE World, dem europäischen Abfallbehältergeschäft von Amcor, auf
-
US-Marine will festsitzende Schiffe aus der Straße von Hormus "geleiten"
-
Flugzeug von Spaniens Regierungschef Sánchez muss in Ankara notlanden
-
Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Angst vor Handelskrieg
-
Thyssenkrupp setzt Gespräche mit Jindal über Verkauf von Stahlsparte aus
-
Verband: Höchststand bei Investitionen in Batteriespeicher
-
Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Ölförderquote
-
Deutsche Wirtschaftsverbände kritisieren neue US-Zölle - Aufrufe zur Deeskalation
-
BDI kritisiert neue US-Zölle und pocht auf Einhalten von Handelsabkommen
-
Viel Lob in Großbritannien nach Staatsbesuch von König Charles III. in den USA
-
Mega-Show in Rio: Shakira begeistert Fans bei Gratis-Auftritt an der Copacabana
-
Trotz antisemitischer Äußerungen: Albanien freut sich auf Konzert von Kanye West
-
Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Deutschland besonders stark betroffen
-
Tagesrekord: Bahn in China befördert am 1. Mai 24,8 Millionen Fahrgäste
-
Kartellamt: Kraftstoffpreise zum 1. Mai um knapp 13 Cent gefallen
-
Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein
-
Nach US-Staatsbesuch: König Charles III. besucht britisches Überseegebiet Bermuda
-
Mehr als zwei Millionen Menschen bei Gratis-Konzert von Shakira in Rio erwartet
-
US-Berufungsgericht stoppt Lieferung von Abtreibungspille Mifepriston per Post
-
Nach Trumps Zollankündigung: EU hält sich "alle Optionen offen"
-
Trump will Zölle auf Autos und Lkw aus der EU auf 25 Prozent erhöhen
-
Lufthansa entschuldigt sich für verbummelte Oscar-Statue
-
Furcht vor neuer Eskalation des Iran-Krieges wächst
-
Tankrabatt in Kraft: Spritpreise an den Zapfsäulen sinken
-
Bundesbankpräsident Nagel bei unveränderter Lage für Zinserhöhung im Juni
-
DGB-Chefin zum Tag der Arbeit: Beschäftigte nicht zum Sündenbock der Krise machen
-
Kartellamt: Spritpreise bis 10.00 Uhr um circa 14 Cent gesunken
-
Waltransport Richtung Nordsee: Zwischenstopp aufgrund der Wetterlage
-
IGBCE-Chef Vassiliadis warnt am Tag der Arbeit vor "sozialpolitischem Rollback"
-
Tankrabatt in Kraft - Preise an den Zapfsäulen gesunken
-
Mercosur-Freihandelsabkommen vorläufig in Kraft getreten
-
Deutsche Bahn bietet im Fernverkehr künftig Last-Minute-Tickets an
Verbraucher im Nachteil: Gutachten sieht zuviel Macht bei Lebensmittelriesen
Die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die Bauern profitieren davon kaum: Ein Grund ist laut der unabhängigen Monopolkommission die Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel und bei den Herstellern. Die Konzentration in der Branche habe in den vergangenen Jahren "erheblich" zugenommen - und gleichzeitig die Preisaufschläge auf Lebensmittel. Das sei "besorgniserregend", erklärte die Kommission am Freitag. Die Regierung müsse einschreiten.
Die Kommission untersuchte die Marktverhältnisse im Auftrag der Regierung und stellte nun ein Sondergutachten dazu vor. Rund 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels werden demnach von vier großen Unternehmensgruppen kontrolliert: Edeka, Rewe, Lidl und Aldi.
Die durchschnittlichen Gewinnmargen von Einzelhändlern und Herstellern stiegen seit über zehn Jahren an – parallel zu den Konzentrationsprozessen auf beiden Ebenen, erklärte das Gremium. Im gleichen Zeitraum seien die Verbraucherpreise stärker gestiegen als in vielen anderen EU-Ländern. Seit 2020 betrug dieser Anstieg im Schnitt mehr als 35 Prozent, betonte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).
"Alles deutet auf eine geschwächte Wettbewerbssituation entlang der Lebensmittellieferketten in Deutschland und wir finden das problematisch", sagte der Kommissionsvorsitzende Tomaso Duso. Landwirtinnen und Landwirte insbesondere in der Milch- und Fleischwirtschaft hätten langfristig kaum profitiert.
Das Gremium empfiehlt der Regierung, die voranschreitende Konzentration im Einzelhandel zu stoppen und künftige Zusammenschlüsse verstärkt daraufhin zu prüfen, wie sie sich auf die gesamte Lieferkette auswirken. Der vzbv forderte mehr Transparenz bei den Lebensmittelpreisen: "Nur wenn die notwendigen Daten vorliegen, lassen sich unfaire Preiserhöhungen aufdecken", erklärte vzbv-Chefin Ramona Pop.
Die Bundesregierung müsse zeitnah eine "Ombudsperson für fairen Wettbewerb im Lebensmittelmarkt" einsetzen. Eine solche Ombudsperson haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vorgesehen.
"Akuten" Handlungsbedarf sieht die Monopolkommission auf Ebene der Lebensmittelhersteller. Bei manchen Lebensmitteln hätten einzelne Unternehmen in Deutschland bereits "starke Marktmacht" - dieser Konzentrationsprozess dürfe sich nicht fortsetzen.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter stimmte zu: Die "Übernahme- und Fusionswelle in der Molkereiindustrie schreitet wie auch in anderen Produktionssektoren rasch voran", erklärte der Vorsitzende Karsten Hansen. Vorständin Ursula Trede schilderte die Lage: "In vielen Fällen gibt es zwischen Erzeugern und Abnehmern gar keine Verhandlungen und wir Landwirte sind mehr oder weniger gezwungen, unsere Milch, Fleisch und Getreide 'anzudienen' und dann darauf zu warten, was uns die Abnehmer zugestehen."
Wettbewerbsexperte Duso forderte wirksamere Kontrollen gegen "Machtmissbrauch": Es gebe zwar schon Gesetze gegen unfaire Handelspraktiken - Landwirte schreckten jedoch oft vor Meldungen und Beschwerden zurück. "Daher brauchen wir eine konsequentere Durchsetzung bestehender Regeln." Hier sieht er die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und das Bundeskartellamt in der Pflicht.
Die Branche wies die Vorwürfe zurück. Die in den letzten beiden Jahren gestiegenen Preise für Lebensmittel seien "die Folge von höheren Kosten für Energie, Personal und Wareneinkauf", erklärten Handelsverband Deutschland (HDE) und der Handelsverband Lebensmittel (BVLH). Gründe für höhere Einkaufspreise seien dabei in einigen Fällen schlechtere Ernten aufgrund des Klimawandels oder auch bewaffnete, weltpolitische Unsicherheiten, die für Störungen in den Lieferketten sorgen.
"Im harten Wettbewerb der Handelsunternehmen untereinander kann es sich kein Akteur leisten, seine Margen auf Kosten der Kundinnen und Kunden zu erhöhen", betonten die Verbände. "Der Wettbewerb um den Verbraucher ist im deutschen Lebensmittelhandel besonders intensiv, das Preis-Leistungs-Niveau für die Verbraucher ist europaweit einzigartig." Die Margen des Lebensmittelhandels seien mit ein bis drei Prozent gering.
Zur Lage der Landwirtschaft weise die Monopolkommission "völlig zu Recht" darauf hin, dass die schwierigen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft "weitgehend nicht vom Handel beeinflusst" würden. Er pflege "grundsätzlich keine direkten Einkaufsbeziehungen mit Landwirten". Die maßgeblichen Einflüsse kämen vielmehr vom höchst volatilen Weltmarkt und als Folge staatlicher Subventionen. "Marktstarke" Schlachtereien und Molkereien spielten zudem eine zentrale Rolle.
A.Mykhailo--CPN