-
Flächendeckende Extremhitze in Deutschland: Temperaturen bis nahe 40 Grad erwartet
-
Aufträge im Baugewerbe stagnieren im April
-
Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien leicht gestiegen
-
Bayerns Verkehrsminister fordert lückenlose Aufklärung nach massiver Störung bei Bahn
-
"Nächstenliebe" in der Hitze: Evangelische Kirche bietet Schutz in kühlen Räumen
-
Studie: Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige in Australien hat kaum Auswirkungen
-
WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an
-
Europa ächzt unter Hitzewelle - Mehrere Länder verzeichnen bisher heißeste Juni-Tage
-
Größerer Flächenbrand in Mecklenburg-Vorpommern - Behindertenwerkstatt geräumt
-
Social Media ab 14 und Medienerziehung ins Gesetz: Experten legen Empfehlungen vor
-
Streiks im Tourismus-, Gast- und Baugewerbe in Griechenland
-
Elfjähriger Henri Wüstenberg aus Gelsenkirchen ist bester Vorleser 2026
-
Entlastungen für Firmen: Regierung will Vorgaben für Energieverbrauch abschwächen
-
Eine Woche vor Ende des Tankrabatts: Preise für Benzin und Diesel fallen nochmals
-
Technischer Fehler legt Zugverkehr bundesweit stundenlang lahm
-
Chef von Weltklimarat: Hitzewelle in Europa heftiger als manche Prognosen
-
Überhitzungsgefahr bei Haustieren: Branchenverband appelliert an Halter
-
Anhaltende Hitze: Stuttgart verbietet Wasserentnahme aus Gewässern
-
Extremhitze in Europa: 94 Millionen Menschen erleben mindestens 35 Grad
-
Kein pauschal strenges Social-Media-Verbot: Experten empfehlen zwei Alternativen
-
Zugverkehr nach massiver Störung weitgehend regelmäßig - Konzern sucht nach Auslöser
-
Verteidigungsministerium beendet Projekt zum Bau von F126-Fregatten
-
Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom
-
Klimafreundlicher Stahl: Deutsche Industrie könnte laut Studie international bestehen
-
Ifo-Umfrage: Geschäftsklima in Deutschland verbessert sich
-
Flugzeugbau für Geschäftsreisen: EU-Gericht kippt Ausschluss von Öko-Siegel
-
"Ich liebe Euch": Bei Hai-Angriff verletzte Frau in Sydney wacht aus Koma auf
-
Wieder flächendeckende Warnungen: Hitzewelle in Deutschland hält unvermindert an
-
Nach Einigung zu Bundes-Einstieg: Panzerbauer KNDS kündigt Börsengang an
-
Anteil der Alleinlebenden in Deutschland auf rund 21 Prozent gestiegen
-
Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs
-
Bahn: Zugverkehr nach bundesweiter Störung "weitgehend reibungslos" angelaufen
-
Kritik vom CDU-Wirtschaftsrat vor Kabinettsbeschluss zu Energieeffizienz
-
Umfrage: Menschen in Deutschland bleiben trotz hoher Treibstoffpreise bei Urlaubsplänen
-
Aufsichtsrat der Deutschen Bahn tagt zu Pallas Strategieplan
-
Familienministerin bekommt Empfehlungen für Kinderschutz in der digitalen Welt
-
Funkproblem bei der Bahn mit "Notfallsystem" gelöst - Zugverkehr läuft wieder an
-
Störung des digitalen Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm
-
Störung des Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm
-
Risse an Flugzeugflügeln: Airbus überprüft 16 Maschinen vom Typ A380
-
Hitzewelle hat weite Teile Westeuropas im Griff - Neue Temperaturrekorde in Frankreich
-
Bundeskabinett beschließt Novelle des Energieeffizienzgesetzes
-
Hitzewelle hat Teile Westeuropas fest im Griff
-
UN-Generalsekretär ruft KI-Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umweltbilanz auf
-
EU macht weiteren Schritt zur Einführung eines digitalen Euros
-
Gefährliche Hitze: Höchste Alarmstufen in weiten Teilen Westeuropas
-
Grüne pochen auf Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent
-
EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus
-
Zahl der Insolvenzen erreicht im ersten Halbjahr höchsten Stand seit 2013
-
Australien hält Dokumente zu Klimafonds für kleinen Inselstaat Tuvalu unter Verschluss
Studie: Einkommensungleichheit steigt auf Höchststand
Sowohl die Einkommensungleichheit als auch die Quote der in Armut lebenden Menschen hat in Deutschland einen Höchstwert erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag veröffentlichte "Verteilungsbericht" des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Demnach stieg der sogenannte Gini-Koeffizient, ein Maß für die Einkommensverteilung, auf einen Höchstwert von 0,310 im Jahr 2022 - 2010 lag er noch bei 0,282.
Der Gini-Koeffizient reicht theoretisch von null bis eins: Je höher er liegt, desto größer ist die Ungleichheit. Diese Bandbreite macht laut WSI deutlich, "dass auch vermeintlich kleine Änderungen des Koeffizienten erhebliche Bedeutung haben".
Deutlich zugenommen hat der Auswertung zufolge seit 2010 auch die Einkommensarmut: Die Quote armer Haushalte - die ein verfügbares Einkommen von weniger als 60 Prozent des Median- oder mittleren Einkommens haben - stieg von 2010 bis 2022 von 14,4 auf 17,7 Prozent. Relativ noch stärker breitet sich die "strenge" Armut aus: 2010 waren 7,9 Prozent aller Haushalte davon betroffen, 2022 bereits 11,8 Prozent. Diese Haushalte haben weniger als 50 Prozent des Medianeinkommens zur Verfügung.
Der Anteil der einkommensreichen Haushalte - mehr als 200 Prozent des mittleren Einkommens - blieb mit einer Schwankung von 7,6 Prozent 2010 bis 7,2 Prozent im Jahr 2022 hingegen weitgehend unverändert. Auch der Anteil der sehr einkommensreichen Haushalte mit einem dreifachen des Medianeinkommens blieb stabil: Er lag 2010 bei 1,9 und 2022 bei 2,0 Prozent.
Die Forschenden betrachteten auch die Mittelschicht. Ein Einkommen von 100 bis knapp unter 200 Prozent des Medians hatten demnach über den gesamten Untersuchungszeitraum rund 42 Prozent der Haushalte. Dagegen wurde die "untere Mitte" mit 60 bis 100 Prozent des Medians etwas kleiner – der Anteil sank von 35,6 auf 32,3 Prozent.
Studienautorin Dorothee Spannagel folgert daraus, "dass sich die untere Mitte vor allem verkleinert hat, weil Menschen in Armut abgerutscht sind, weniger, weil sie in die obere Mitte aufgestiegen sind".
Das WSI sieht neben einer wachsenden wirtschaftlichen Ungleichheit auch eine Zunahme der gesellschaftliche Polarisierung. Dabei gelte: Je niedriger das Einkommen, desto geringer fällt etwa das Vertrauen in staatliche und demokratische Institutionen aus. So vertraut knapp ein Viertel beziehungsweise knapp ein Drittel der Menschen unterhalb der Armutsgrenze Polizei oder Gerichten nicht oder nur in geringem Maße.
Und obwohl die Beteiligung bei der Bundestagswahl 2025 in allen Einkommensgruppen deutlich höher war als bei den Bundestagswahlen davor, lag sie den Forschenden zufolge auch dieses Mal mit sinkendem Einkommen niedriger. In Armut lebende Erwerbspersonen gaben dabei ihre Stimme überdurchschnittlich oft der AfD oder der Linken.
"Steigt die Ungleichheit der Einkommen, steigt gleichzeitig auch die Ungleichverteilung der Teilhabemöglichkeiten", kommentierte Spannagel die Ergebnisse. Wie sich die Konzentration der Einkommen entwickelt, habe somit "eine eminent gesellschaftspolitische Bedeutung". Die Wissenschaftlerin fordert deshalb eine bessere Arbeitsmarkt-Integration von Menschen an den prekären Rändern des Arbeitsmarktes durch eine bessere Qualifizierung und Beratung. Zudem spricht sie sich für eine stärkere Besteuerung höchster Einkommen und Vermögen aus - als Einnahme für die öffentliche Hand und "um dem Ungerechtigkeitsempfinden vieler Menschen entgegenzutreten".
P.Petrenko--CPN