-
Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden
-
Infineon eröffnet in Dresden neue Halbleiterfabrik
-
Zeitung: Nach Ende von Tankrabatt rückt offenbar Sprit-Preisdeckel näher
-
Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang
-
Keine Verlängerung von Nordamerikanischem Handelsabkommen
-
Kanada nimmt 2027 an Eurovision Song Contest teil
-
Anstieg der Spritpreise schon vor Ende des Tankrabatts
-
Schweden: Gericht verurteilt Google zur Zahlung von 1,3 Milliarden Euro an Klarna
-
Spritpreise mit Auslaufen des Tankrabatts massiv gestiegen - ADAC kritisiert scharf
-
Seltenes Kinderglück: Vierlinge in Sachsen geboren
-
Mehr und hochpreisige Ware angelandet: Deutsche Fischer steigern Erlöse
-
Rekordwert im ersten Halbjahr: Erneuerbare deckten 58 Prozent des Stromverbrauchs
-
Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufgelegt - Überarbeitung umstritten
-
Brandenburg: Sechsjähriger Junge stürzt von Balkon in elftem Stock und stirbt
-
Wirtschaftsverbände haben großen Erwartungen an Koalitionsausschuss
-
Fraunhofer-Analyse: Mehr Batteriespeicher machen Milliardenentlastung möglich
-
CDU-Politiker Kuban fordert Söder zu Verzicht auf Mütterrenten-Ausweitung auf
-
EU führt neuen Zoll auf Päckchen ein
-
Umsetzung von US-Zolldeal in der EU tritt in Kraft
-
Ozeane im vergangenen Monat so warm wie nie zuvor in einem Juni
-
US-Regierung hebt Exportbeschränkungen für Anthropic-Modelle auf
-
Trump erzielt mit Kryptowährungen 2025 Einnahmen von 1,2 Milliarden Dollar
-
Reiche will Rechenzentren schneller ans Netz schließen
-
Merkel-Bildnis für Porträt-Galerie im Kanzleramt präsentiert
-
Merkel-Porträt für Porträt-Galerie des Kanzleramts präsentiert
-
Französische Nationalversammlung macht Weg für Sterbehilfe frei
-
Datenschützer fordern Ausstieg aus EU-Datenabkommen mit den USA
-
"Unvorbereitet" in die Hitzewelle: Grüne stellen Misstrauensantrag gegen Regierung
-
Berliner Gericht bestätigt deutsches Sendeverbot für russischen Sender RT
-
Untersuchung: Rekordzahl neuer Millionäre weltweit im vergangenen Jahr
-
Veterinäramt rettet in Erfurt 93 Brieftauben vor Verdursten
-
Großbritannien investiert 300 Milliarden Pfund in Verteidigung bis 2030
-
Netzagentur: DB soll Fernzug-Konkurrenz mehr Platz einräumen
-
Paketbombe in Monaco: Justiz geht von Mordversuch an Geschäftsmann mit ukrainischen Wurzeln aus
-
Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab
-
Untersuchung: E-Autos nicht unfallanfälliger als Verbrenner
-
Paketbombe in Monaco: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs
-
Bauministerin Hubertz will mit Förderung von Gewerbeumbau Wohnungsnot lindern
-
Arbeitslosigkeit stagniert im Juni weitgehend - nur schwache Frühjahrsbelebung
-
Studie: Rechenzentren noch klimaschädlicher als gedacht
-
EU-Stahlzölle: Wichtigste Handelspartner bekommen Vorzugsbehandlung
-
Anlage zur Kühlung nur in 14,5 Prozent der neuen Pflegeheime
-
Verdi-Befragung: Viele Beschäftigte in Jobcentern sind überlastet
-
Umfrage: Mehr als ein Viertel informiert sich online über Krankheiten
-
Ukrainischer Oligarch durch Paketbombe in Monaco verletzt - Polizei sucht Täter
-
Arbeitslosigkeit stagniert im Juni weitgehend
-
Justizministerin Hubig plant Preisobergrenze auf dem Zweitmarkt für Tickets
-
Studie: Fußballturniere haben positiven Einfluss auf Gesellschaft
-
Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt
-
Nach deutschem WM-Aus Trost vom Kanzler - ausgelassene Feiern in Paraguay
Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden
Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge von Zuwanderung, könnte dabei aber noch weitere Potenziale heben. "Eine bessere Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten mindert nicht nur den Fachkräftemangel, sondern erhöht auch die Steuereinnahmen und stabilisiert die Sozialversicherung", erklärte die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh. Besonders große Potenziale gibt es demnach unter anderem bei qualifizierten Zugewanderten - sie würden "zu oft" lediglich als Helfer eingesetzt.
Laut der Studie steht der deutsche Arbeitsmarkt vor allem wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung vor großen Herausforderungen. So lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im März um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, obwohl die Zahl der ausländischen Beschäftigten deutlich um 3,4 Prozent zulegte. Der Grund dafür ist, dass die Zahl der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit um 0,9 Prozent sank.
Unter dem Strich fehlten "binnen eines Jahres 75.000 Beschäftigte", erklärte die Stiftung. Zugleich sind demnach viele Branchen bereits jetzt auf Zuwanderung angewiesen: So habe knapp die Hälfte der Beschäftigten in Reinigungsberufen eine ausländische Staatsangehörigkeit (47,5 Prozent), in der Lebensmittelherstellung seien es fast 44 Prozent und in der Tourismus- und Gastronomiebranche 36 Prozent, führte die Bertelsmann-Stiftung aus. In der Pflege kommt demnach mehr als jeder fünfte Beschäftigte aus dem Ausland.
"Die Zahlen zeigen: Ohne Zuwanderung in beträchtlicher Höhe geraten viele Branchen in Schwierigkeiten", erläuterte der Arbeitsmarktexperte der Stiftung, Tobias Ortmann. "Auch, wenn mancherorts Stellen abgebaut werden, gibt es weiterhin über eine Million offene Stellen in Deutschland", fügte er hinzu. "Wer den Wohlstand unserer Gesellschaft bewahren will, muss die Integration von Zugewanderten verbessern", mahnte Ortmann. Es sei "höchste Zeit, die Debatte um Zuwanderung zu versachlichen".
Großes ungenutztes Potenzial gibt es laut der Studie bei zugewanderten Frauen, die deutlich weniger häufig sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind als diejenigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Zudem arbeiteten ausländische Beschäftigte häufig unterhalb ihrer Qualifikation, erklärte die Stiftung. So arbeiteten in der Gruppe der deutschen Beschäftigten gut zwölf Prozent als Helferinnen und Helfer. Bei ausländischen Beschäftigten seien es hingegen fast 36 Prozent - und sogar mit Studienabschluss arbeiteten 12,5 Prozent der ausländischen Beschäftigten auf diesem Niveau.
Eine wichtige Stellschraube ist demnach die Sprachförderung: Gute Deutschkenntnisse erhöhten die Chance auf Arbeit, besonders bei Frauen, erklärte die Stiftung. Deshalb müsse eine verlässlich finanzierte und mit Qualifizierung und Kinderbetreuung verzahnte Sprachförderung ermöglicht werden, auch berufsbegleitend. Ähnlich entscheidend sei die Anerkennung von Abschlüssen und Berufserfahrung - denn viele Zugewanderte brächten Qualifikationen mit, könnten sie in Deutschland aber nicht nutzen.
Hierbei führen der Bertelsmann-Stiftung zufolge unterschiedliche Zuständigkeiten etwa nach Berufsfeld oder Region "zu langen Verfahren und häufig nur zu Teilanerkennungen". Deshalb müssten Nachqualifizierungen "schneller, berufsbegleitend und finanzierbar" sein.
Auch lange Asylverfahren und unsichere Bleibeperspektiven verzögern demnach die Arbeitsaufnahme "und schrecken Betriebe ab". Hinzu kämen "Schnittstellenprobleme zwischen Ausländerbehörden und der Arbeitsverwaltung". Nötig sei daher eine "gebündelte Anlaufstelle" für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, erklärte Bertelsmann-Arbeitsmartkexperte Roman Wink. Themen wie Sprache, Behördenprozesse und Kinderbetreuung müssten "als durchgängige Integrationskette funktionieren".
M.Davis--CPN