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US-Regierung hebt Exportbeschränkungen für Anthropic-Modelle auf
Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für besonders leistungsstarke KI-Modelle des Anthropic-Konzerns aufgehoben. Der weltweite Zugang zu den Modellen Fable 5 und Mythos 5 solle deshalb wieder möglich gemacht werden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mit. Zuvor hatten die US-Behörden den Zugang zu den KI-Modellen beschränkt und dies mit Gründen der "nationalen Sicherheit" begründet.
"Wir haben die Mitteilung erhalten, dass das Handelsministerium die Exportbeschränkungen für Fable 5 und Mythos 5 aufgehoben hat", teilte Anthropic im Onlinedienst X mit. "Wir werden morgen damit beginnen, den Zugang wiederherzustellen."
Das Modell Mythos 5 kann Lücken in Cybersicherheitssystemen finden und ausnutzen, Experten zufolge mit bisher unerreichter Geschwindigkeit. Fable 5 ist eine abgespeckte Version davon.
Die US-Behörden hatten mit Verweis auf Sicherheitsbedenken Mitte Juni ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff auf die Modelle untersagt. Da Anthropic nach eigenen Angaben seine Nutzer nicht nach Nationalität unterscheiden kann, deaktivierte das Unternehmen beide Dienste komplett.
Das Eingreifen des Weißen Hauses war beispiellos, da die US-Regierung sonst darauf drängt, die Aufsicht über Künstliche Intelligenz zu lockern. Das Vorgehen stieß auch bei westlichen Verbündeten auf Kritik.
Als riskant gilt vor allem die militärische Nutzung von KI. Anthropic liefert sich dazu einen Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um eine uneingeschränkte Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic dem Pentagon verweigert.
Der Konzern erklärte, er wolle KI nicht zur "Massenüberwachung im Inland" oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein, wogegen sich das Unternehmen juristisch wehrt.
Anthropic ist für seinen Chatbot Claude bekannt, Mythos ist dabei das fortschrittlichste Modell.
A.Mykhailo--CPN