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Fed-Mitglied: Inflationszahlen der Trump-Regierung zu positiv
Ein führendes Mitglied der US-Notenbank Fed schätzt die jüngst von der Regierung veröffentlichten Inflationszahlen als zu positiv ein. Die am Donnerstag verkündete Inflationsrate von nur 2,7 Prozent für November sei "in einigen Kategorien verzerrt", sagte der Fed-Chef für New York, John Williams, am Freitag dem Sender CNBC.
Als Gründe für fehlende und irreführende Daten nannte Williams die historisch lange US-Haushaltssperre bis zum 13. November sowie den Schnäppchentag Black Friday am 28. November. Williams warnte deshalb vor überstürzten Forderungen nach einer neuerlichen Leitzinssenkung im Januar. Die Fed hatte den Leitzins am 10. Dezember zum dritten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Er liegt nun in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent
Die vom US-Arbeitsministerium verkündete Inflationsrate von 2,7 Prozent für November war deutlich niedriger ausgefallen als erwartet. Ökonomen hatten mit 3,1 Prozent gerechnet. Das Weiße Haus feierte die niedrige Rate als Erfolg von US-Präsident Donald Trump, der die Fed seit Monaten zu einem massiven Zinsschnitt drängt, um Immobilienkredite zu verbilligen.
Die Lebenshaltungskosten stehen in den USA derzeit im Zentrum der politischen Debatte. Hintergrund sind einige Wahlsiege der Demokratischen Partei gegen Trumps Republikaner. Mit Blick auf die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress in knapp einem Jahr hatte Trump in einer Rede an die Nation am Mittwoch seine Zoll- und Wirtschaftspolitik verteidigt. Er stellte erneut einen Boom und "rapide" fallende Preise für Benzin und Lebensmittel in Aussicht.
Y.Tengku--CPN