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Knapp jeder Zehnte muss an Weihnachten arbeiten
Fast jeder oder jede zehnte Beschäftigte muss in diesem Jahr an Weihnachten arbeiten. Neun Prozent der Erwerbstätigen sind an Heiligabend nach 14.00 Uhr noch im Dienst, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt hat. Am ersten und zweiten Weihnachtstag liegen die Anteile demnach ähnlich hoch.
Am Vormittag des 24. Dezembers müssen den Angaben zufolge 24 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten. Der Anteil ist in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. In Bayern sind es demnach 17 Prozent - am höchsten ist der Anteil in Sachsen-Anhalt mit 31 Prozent.
Mit Blick auf die verschiedenen Branchen sind besonders im Gastgewerbe Arbeitskräfte an Weihnachten im Einsatz - weit mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen. Auch im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im Bereich Verkehr und Logistik ist jeweils jeder und jede Fünfte im Dienst.
Der Anteil der Feiertagsarbeiter sinkt mit steigendem Einkommen: Von den Beschäftigten in der untersten Gehaltsstufe müssen 14 Prozent an Heiligabend nach 14.00 Uhr noch arbeiten, in der höchsten Gehaltsstufe sind es nur sieben Prozent.
Ähnlich sind die Zahlen zum Jahreswechsel: Am Silvestervormittag muss laut WSI ein knappes Viertel der Erwerbstätigen zur Arbeit. Nach 14.00 Uhr sinkt der Anteil auf zehn Prozent. An Neujahr müssen acht Prozent arbeiten.
Das WSI befragte zwischen Mitte November und Anfang Dezember 5800 Erwerbstätige.
D.Goldberg--CPN