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Trotz antisemitischer Äußerungen: Albanien freut sich auf Konzert von Kanye West
Während Kanye West wegen antisemitischer Äußerungen in mehreren europäischen Ländern nicht willkommen ist, freut sich die albanische Regierung auf ein Konzert des US-Rappers im Sommer in der Hauptstadt Tirana. Das für den 11. Juli geplante Konzert markiere "eine neue Etappe dabei, Albanien zu einer Destination großer Kulturereignisse zu machen", erklärte der albanische Kulturminister Blendi Gonxhe am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Zu dem Konzert werden 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. Dafür wird eigens eine Spezialkonstruktion errichtet.
Der inzwischen unter dem Künstlernamen Ye auftretende West hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der Rapper seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit.
Seine in London und Polen geplanten Konzerte wurden dennoch abgesagt, weil die britische Regierung dem US-Rapper die Einreise untersagte und der polnische Stadionbetreiber ebenfalls absagte. Auch ein Konzert-Projekt in Basel in der Schweiz kommt nicht zustande. Nach Widerstand der städtischen Behörden und der französischen Regierung sagte West außerdem ein für den 11. Juni geplantes Konzert in Marseille ab.
Weiterhin geplant ist hingegen ein Konzert des 24-fachen Grammy-Preisträgers am 25. Juli in der tschechischen Hauptstadt Prag. In der niederländischen Stadt Arnhem lehnten die Behörden ein Verbot der für Anfang Juni geplanten Konzerte des 48-jährigen US-Rappers ab mit der Begründung, dass dafür eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der nationalen Sicherheit gegeben sein müsste.
T.Morelli--CPN