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Exporte in die USA und nach China im Oktober gesunken - Insgesamt Mini-Wachstum
Deutschlands Unternehmen haben im Oktober erneut weniger Waren in die beiden größten Volkswirtschaften der Welt geliefert, die USA und China. Unter dem Strich stand insgesamt aber ein Mini-Wachstum der Ausfuhren von 0,1 Prozent im Vormonatsvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Experten fordern von der Politik die Erschließung neuer Absatzmärkte.
Der Wert der deutschen Exporte erreichte im Oktober 131,3 Milliarden Euro, das waren 0,1 Prozent mehr als im September und 4,2 Prozent mehr als im Oktober 2024, wie die Statistiker mitteilten. Von Januar bis Oktober erreichten die Ausfuhren eine Summe von rund 1,308 Billionen Euro, das waren 1,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die meisten Ausfuhren gingen zwar auch im Oktober 2025 in die USA. Ihr Wert war mit 11,3 Milliarden Euro aber um 7,8 Prozent geringer als im September und um 8,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Nach China gingen Exporte im Wert von 6,3 Milliarden Euro, das waren 5,8 Prozent weniger als im September.
Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, nannte das "besorgniserregend". Alles deute auf eine Gewöhnung an ein dürftiges "New normal" mit den beiden Wirtschaftsgiganten hin – anstatt auf eine dynamische Erholung.
Treier erklärte, im "erheblich härter gewordenen Wettbewerb" seien verbesserte Standortfaktoren in Deutschland unabdingbar. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen müsse durch einen besseren Mix aus Steuern, Arbeitskosten, Infrastruktur und regulatorischem Umfeld wiedererlangt werden. Zudem müsse die Erschließung neuer Absatzmärkte wie Indonesien, Indien und auch afrikanische Länder durch neue Freihandelsabkommen mit der EU "ganz oben auf die wirtschaftspolitische Tagesordnung".
Der Außenhandelsverband BGA verlangte, die Bundesregierung müsse "dringend" den europäischen Absatzmarkt stärken - "Europa bleibt die sichere Bank unserer Wirtschaft", erklärte BGA-Präsident Dirk Jandura. "Hier kann Made in Germany noch punkten." In die Mitgliedstaaten der EU wurden im Oktober Waren im Wert von 76,3 Milliarden Euro exportiert, eine Steigerung um 2,7 Prozent im Vormonatsvergleich.
Die Importe Deutschlands aus aller Welt sanken im Oktober um 1,2 Prozent auf einen Wert von 114,5 Milliarden Euro. Die meisten Waren kamen aus China, ihr Wert erreichte 13,8 Milliarden Euro, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Das war ein Rückgang um 5,2 Prozent im Vergleich zum September.
St.Ch.Baker--CPN