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Charles III. ruft in Paris zum Kampf gegen den Klimawandel auf und besucht Notre-Dame
Der britische König Charles III. will die Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien künftig im Zeichen des Klimaschutzes stärken. "Lassen Sie uns die 'Entente Cordiale' erneuern und zu einer 'Entente für die Nachhaltigkeit' machen, um die Klimakrise und die Bedrohung der Artenvielfalt gemeinsam anzugehen", sagte Charles III. in einer Rede im französischen Senat am Donnerstag in Paris, dem zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Frankreich.
Es war das erste Mal, dass ein britisches Staatsoberhaupt in der zweiten Kammer des französischen Parlaments sprach. Charles III. trug seine Rede teils auf Englisch und teils auf Französisch vor, das Rednerpult war mit britischen, französischen und EU-Flaggen geschmückt.
"Wir stehen gemeinsam in entschlossener Solidarität an der Seite des ukrainischen Volkes", betonte Charles III. weiter. "So wie wir uns gegen militärische Aggression stemmen, so müssen wir uns auch gemeinsam dafür einsetzen, die Welt vor der größten Herausforderung überhaupt zu bewahren, der globalen Erwärmung, dem Klimawandel und der katastrophalen Zerstörung der Natur", betonte er.
Bei der "Entente Cordiale" handelt es sich um ein 1904 geschlossenes Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich, das damals die Einflussgebiete beider Staaten in Afrika regelte.
Königin Camilla besuchte unterdessen mit Brigitte Macron, der Ehefrau von Präsident Emmanuel Macron, die französische Nationalbibliothek, um dort einen neuen französisch-britischen Literaturpreise auszuloben.
Bei einem Besuch der Pariser Vorstadt Saint-Denis traf das Königspaar mit jungen Sportlerinnen und Sportlern zusammen. Königin Camilla lud die Präsidentengattin Brigitte Macron überraschend zu einer kurzen Partie Pingpong ein, bei der sich beide als geschickt erwiesen.
Am Nachmittag würdigten Charles III. und Camilla die Restaurierungsarbeiten der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Bei einem Besuch auf dem Vorplatz der gotischen Kathedrale trafen sie Feuerwehrleute, die 2019 den dramatischen Brand gelöscht hatten, sowie Restauratoren, die am Wiederaufbau beteiligt sind.
Zuvor hatte das königliche Paar den nahegelegenen Blumenmarkt besucht, der nach der britischen Königin Elizabeth II. benannt ist. Auf dem kurzen Weg zur Kathedrale begrüßten Charles III. und Camilla Schaulustige, von denen manche "Vive le roi" (Es lebe der König) riefen - und das am Jahrestag der Abschaffung der französischen Monarchie am 21. September 1792.
Am Vorabend hatten Charles III. und Camilla an einem prunkvollen Staatsbankett im Spiegelsaal von Schloss Versailles teilgenommen. Macron nannte den Besuch des britischen Monarchen eine "Hommage an unsere Vergangenheit" und "Garantie für die Zukunft". Charles III. betonte, es sei die Aufgabe aller, "unsere Freundschaft neu zu beleben, um sicherzustellen, dass sie für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet ist".
Am dritten und letzten Tag des Staatsbesuchs wollen Charles III. und Camilla am Freitag in Bordeaux eine britische Fregatte und ein Bio-Weingut besuchen. Bordeaux war die erste französische Stadt, die eine Partnerschaft mit einer britischen Stadt begründet hat, mit Bristol 1947.
Während das Königspaar das Weingut besucht, landet in Frankreich bereits der nächste hochrangige Gast: Papst Franziskus. Er will zwei Tage lang in der französischen Hafenstadt Marseille verbringen und dabei den Fokus auf das Schicksal der Mittelmeer-Flüchtlinge legen.
D.Goldberg--CPN