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Britischer Konzern Frasers bietet zwei Milliarden Euro für Hugo Boss
Der britische Bekleidungskonzern Frasers will den Aktionären des deutschen Herstellers Hugo Boss nach eigenen Angaben fast zwei Milliarden Euro für den Erwerb noch ausstehender Anteile an dem Unternehmen anbieten. Hugo Boss sei schon jetzt "ein wichtiger Markenpartner für Frasers und zählt zu den fünf wichtigsten Marken innerhalb der Frasers-Gruppe", erklärte das britische Unternehmen am Mittwoch.
Konkret will Frasers, das schon heute 26 Prozent der Anteilsscheine an Hugo Boss hält, 38 Euro pro Aktie bezahlen - das ist kaum ein Aufschlag zum Schlusskurs von 36,46 Euro an der Frankfurter Börse am Mittwoch. Der Gesamtwert des Angebots beläuft sich demnach auf 1,98 Milliarden Euro. 2023 waren die Aktien von Hugo Boss an der Frankfurter Börse allerdings noch mit mehr als 60 Euro gehandelt worden.
Frasers erklärte, dass das Angebot freiwillig sei. Das Unternehmen verfüge aber noch über zahlreiche weitere Kaufoptionen für Hugo-Boss-Aktien, mit denen es über die Schwelle von 30 Prozent kommen könne. In diesem Fall müsste Frasers dann ohnehin ein Übernahmeangebot vorlegen.
Hugo Boss bietet Bekleidung, Schuhe und Parfum an und erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 249 Millionen Euro. Frasers Gewinn war im am 30. April endenden Geschäftsjahr auf 292,1 Millionen Pfund (umgerechnet 339 Millionen Euro) gesunken. Der Aktientausch soll laut Frasers in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.
St.Ch.Baker--CPN