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Noroviren in Tiefkühlbeeren: Verbraucherschützer fordern Warnhinweise
Angesichts weiterer Rückrufe von Tiefkühlbeeren durch Supermärkte, weil sie möglicherweise mit Noroviren belastet sind, haben Verbraucherschützer Warnhinweise auf den Verpackungen gefordert. "Das Risiko ist seit Jahren bekannt. Trotzdem fehlt auf manchen Produkten weiterhin der eindeutige Hinweis, die Beeren vor dem Essen ausreichend zu erhitzen", erklärte die Verbraucherzentrale Bayern am Dienstag.
"Noroviren werden durch das Tiefkühlen nicht abgetötet", erklärte Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. "Nur gründliches Erhitzen schützt vor einer Infektion. Besonders für Kinder, Schwangere sowie ältere und kranke Menschen stellten die Viren ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Bislang haben Aldi, Lidl und Netto Rückrufe veranlasst. Rewe und Globus hatten zudem kürzlich ähnliche Produkte wegen der Belastung mit Hepatitis-A-Viren zurückgerufen. "Wenn ein Hersteller für mehrere Handelsketten produziert, ist damit zu rechnen, dass nach und nach weitere betroffene Produkte bekannt werden", erklärte die Verbraucherzentrale dazu.
Die Organisation kritisierte zudem, dass auf den Internetseiten der Unternehmen auch Rezepte zu finden seien, in denen Tiefkühlbeeren ohne vorheriges Erhitzen verwendet werden - etwa für Smoothies. "Das sendet widersprüchliche Signale und kann vermeidbare Gesundheitsrisiken verursachen", erklärte Krehl. Es brauche nun Hinweise auf den Verpackungen, die zudem nicht durch digitale Angebote unterlaufen werden.
L.Peeters--CPN