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Analyse: 2025 rund 124.000 Jobs in Deutschlands Industrieunternehmen gestrichen
Deutschlands Industrieunternehmen haben im vergangenen Jahr rund 124.100 Stellen gestrichen. Damit setzte sich der Negativtrend des Vorjahres fort, als bereits 56.000 Jobs weggefallen waren, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY am Dienstag mitteilte. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 schrumpfte die Zahl der Stellen demnach um 266.200 oder knapp fünf Prozent. Am massivsten fiel der Jobabbau laut EY in der Autoindustrie aus.
Der Grund für den aktuellen Stellenabbau ist die schwache Umsatzentwicklung: Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz der Industrieunternehmen laut EY-Analyse nicht inflationsbereinigt um 1,1 Prozent - nach sogar 3,5 Prozent im Vorjahr. Besonders schwach entwickelten sich demnach im vergangenen Jahr die Auto-, die Papier- und die Textilindustrie; hier betrugen die Umsatzeinbußen jeweils etwa drei Prozent.
Allein in der Autoindustrie gingen im vergangenen Jahr fast 50.000 Jobs verloren, wie die Analyse von EY ergab. Seit 2019 wurden demnach rund 111.000 Stellen abgebaut, ein Rückgang um 13 Prozent. Gegen den allgemeinen Trend stieg die Beschäftigung in der Chemie- und Pharmaindustrie sowie in der Elektroindustrie um drei beziehungsweise zwei Prozent.
Die Zahl der Insolvenzen von Industrieunternehmen stieg im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 2013, so EY. Demnach wurden von Januar bis November rund 1480 Insolvenzverfahren eröffnet, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
"Die deutsche Industrie steckt in einer tiefen Krise", erklärte Jan Brorhilker von EY. "Es bräuchte schon einen echten und deutlichen Aufschwung, um ein weiteres Abschmelzen der Beschäftigung zu verhindern."
Die Studie von EY basiert den Angaben zufolge auf Rohdaten, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden.
Y.Jeong--CPN