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Kreml: Indien hat bislang nichts zu möglichem Verzicht auf russisches Öl erklärt
Nach Angaben des Kreml hat sich Indien bislang nicht zu einem Verzicht auf russisches Erdöl geäußert, den US-Präsident Donald Trump am Montag verkündet hatte. "Bislang haben wir keine Stellungnahme aus Neu-Delhi zu diesem Thema gehört", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag bei seinem täglichen Presse-Briefing.
Trump hatte am Montag erklärt, Indien und die USA hätten sich auf ein Handelsabkommen geeinigt, das unter anderem einen Verzicht Indiens auf Erdölimporte aus Russland vorsehe. Der indische Premierminister Narendra Modi hatte das Abkommen bestätigt, das eine Senkung der Zölle auf indische Produkte auf 18 Prozent vorsieht. Zu einem möglichen Verzicht auf russisches Erdöl äußerte Modi sich allerdings nicht.
Im Dezember 2025 hatte Modi den russischen Präsidenten Wladimir Putin herzlich in Indien empfangen. Putin erklärte sich damals unter anderem bereit, die "kontinuierlichen Öllieferungen" fortzusetzen. Indien zählt zu den wichtigsten Abnehmern russischen Erdöls - insbesondere seit den Sanktionen, die westliche Staaten nach Beginn der russischen Militäroffensive in der Ukraine im Februar 2022 verhängt haben und infolge derer Russland der Zugang zu einem Großteil der westlichen Märkte versperrt wurde.
Das gesamte Handelsvolumen zwischen Russland und Indien war zuletzt auf das Sechsfache des Niveaus vor der Corona-Pandemie angestiegen, hauptsächlich aufgrund der Öl- und Gasausfuhren aus Russland. Gut ein Drittel des nach Indien importierten Erdöls stammte im Jahr 2024 aus Russland.
H.Cho--CPN