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Aufträge im Baugewerbe stagnieren im April
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im April auf demselben Niveau wie im Vormonat März geblieben. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, lag die reale Veränderung bei 0,0 Prozent. Demnach legte der Auftragseingang im Tiefbau zwar um 6,5 Prozent zu - im Hochbau sank er hingegen um 6,7 Prozent.
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich war der Auftragseingang von Februar bis April mit plus 0,4 Prozent leicht höher als in den drei Monaten zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 wurden laut Statistik 0,6 Prozent mehr Aufträge verzeichnet.
Im vergangenen Jahr hatte es am Bau nach Jahren der Krise noch einen deutlichen Aufwärtstrend gegeben - mit einem Plus von fast sieben Prozent bei den Auftragseingängen. Wachstumsimpulse gab es dabei nach Branchenangaben unter anderem durch Großprojekte, etwa für die Sanierung von Schienen oder den Bau von Rechenzentren; der Straßen- und auch der Wohnungsbau enttäuschten hingegen.
Mit Blick auf die April-Zahlen des Statischen Bundesamtes erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie nun, dass sich Investoren "angesichts der Unsicherheiten und partieller Preissteigerungen bei Baumaterialien" mit neuen Aufträgen zuletzt deutlich zurückhielten. Auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erklärte, dass "die schwache Konjunktur sowie die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten" die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen belasteten.
Ein "Lichtblick" sei indes der Wohnungsbau, erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Dieser habe "nach langer Schwäche erstmals wieder Zuwächse" verbucht. Gestiegene Materialpreise blieben jedoch eine "schwere Hypothek“. Zudem reichen die aktuellen Entwicklungen nach ZDB-Angaben nicht aus, um angesichts eines jährlichen Neubaubedarfs von rund 320.000 Wohnungen "die Wohnungsnot spürbar zu lindern".
St.Ch.Baker--CPN