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Stromerzeugung 2025 in Deutschland: Photovoltaik überholt Braunkohle
Solarenergie war im vergangenen Jahr die zweitwichtigste Stromquelle in Deutschland. Der Anteil der Photovoltaikanlagen an der inländischen Stromproduktion stieg von 14,7 Prozent auf knapp 17 Prozent, wie die Bundesnetzagentur am Montag mitteilte. Der Anteil der Braunkohle sank um gut einen Prozentpunkt auf gut 15,4 Prozent. Wichtigste Stromquelle war demnach weiterhin die Windenergie mit einem Anteil von gut 30 Prozent.
Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) sind in Deutschland mittlerweile rund 5,5 Millionen Photovoltaikanlagen installiert. Demnach produzierten die Anlagen im vergangenen Jahr 87 Terawattstunden Strom - nach 72 Terawattstunden im Vorjahr.
Dieser Wert liegt deutlich über der von der Bundesnetzagentur ermittelten Strommenge aus PV-Anlagen, die in das Stromnetz eingespeist wurde. Nicht inbegriffen in der eingespeisten Strommenge ist der Eigenverbrauch von PV-Anlagenbesitzern, die unter anderem wegen der Verbreitung von privaten Stromspeichern zuletzt deutlich zulegte. Auch bei der Einspeisung gab es laut Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr jedoch einen deutlichen Anstieg um 17,3 Prozent auf 74,1 Terawattstunden.
Dem BSW zufolge wurden im vergangenen Jahr PV-Anlagen mit einer Leistung von rund 17,5 Gigawattpeak 2025 neu in Betrieb genommen. Das Ausbautempo hat sich damit leicht verlangsamt, im Vorjahr waren 17,7 Gigawattpeak Leistung dazu gekommen.
Von der neu zugebauten Leistung entfällt demnach der größte Teil auf ebenerdig errichtete Solarparks (rund acht GWp). Hier hat der Zubau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Solaranlagen auf Privathäusern wurden im Umfang von 5,2 GWp neu installiert - deutlich weniger als im Vorjahr. Auf Industrie- und Gewerbedächern kamen rund 3,7 GWp und damit in etwa so viel wie im Vorjahr hinzu. Die Leistung der 2025 neu installierten Steckersolargeräte betrug rund 0,5 GWp.
Die Erneuerbaren Energien insgesamt machten nach Angaben der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr 58,8 Prozent der eingespeisten Strommenge aus. Im Vorjahr waren es 58,5 Prozent gewesen. Neben der Solarenergie gab es einen leichten Anstieg bei Offshore-Windenergie. Bei den anderen erneuerbaren Quellen gab es hingegen Rückgänge, besonders bei Wasserkraft. Hier wurde mit 14 TWh rund 20 Prozent weniger Strom eingespeist.
Die Einspeisung von Strom aus Braunkohle ging den Angaben nach um 5,4 Prozent zurück auf 67,2 TWh. Die Stromerzeugung mit Steinkohle stieg hingegen um 3,0 Prozent, die mit Erdgas um 6,4 Prozent. Insgesamt wurde so 0,7 Prozent weniger Strom mit konventionellen Energieträgern erzeugt.
Im Energieaußenhandel gab es leichte Verschiebungen. Deutschland exportierte laut Bundesnetzagentur mit 54,3 TWh gut elf Prozent mehr Strom und importierte mit 76,2 TWh gut ein Prozent weniger als im Vorjahr.
Y.Ponomarenko--CPN