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Apple und Amazon mit deutlichen Gewinnsteigerungen
Die US-Tech-Konzerne Apple und Amazon haben im dritten Quartal jeweils deutliche Gewinnsteigerungen verbucht. Apple meldete am Donnerstag ein Plus von 27,5 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro) - 86 Prozent mehr als im Vorjahresquartal - mit soliden iPhone-Verkäufen und einem deutlichen Anstieg im Umsatz mit Dienstleistungen. Amazon machte 21,2 Milliarden Dollar Gewinn - gegenüber 15,3 Milliarden vor einem Jahr. Insbesondere die Cloud-Sparte des Konzerns legte deutlich zu.
Apple macht weiterhin einen Großteil seines Umsatzes mit dem Verkauf von Smartphones. Die Sparte blieb mit einem Umstz von 49 Milliarden Euro zwar leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Angesichts des erfolgreichen Starts des neuen Modells iPhone 17 im September sei das Ergebnis dennoch "ermutigend", erklärte Angelo Zino, Vizepräsident von CFRA Research.
"Herausragend" hingegend sei das Ergebnis im Dienstleistungsbereich, betonte er. Apple vertreibt digitale Inhalte und Abonnements und erzielte einen Umsatz von 28,8 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von rund drei Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.
Apple hat in den vergangenen Monaten im Verhältnis zu Microsoft oder Google weniger in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz investiert. Der Konzern setzte bislang eher darauf, KI in seine bestehende Produktpallette zu integrieren und steht doch unter Druck, zu zeigen, dass er nicht hinterherhinkt.
Amazon verzeichnete ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 180,2 Milliarden Dollar im dritten Quartal. Die Cloud-Sparte AWS, in der die KI-Investitionen des Konzerns zum Tragen kommen, steigerte ihren Umsatz um 20 Prozent auf 33 Milliarden Dollar. "AWS wächst in einem Tempo, das wir seit 2022, vor dem Boom der generativen KI, nicht mehr gesehen haben", freute sich Konzernchef Andy Jassy.
"Das deutlich beschleunigte Wachstum von AWS dürfte dazu beitragen, einige der Bedenken auszuräumen, dass Amazon nicht mit (Microsoft) Azure und Google Cloud mithalten kann", erklärte Sky Canaves, Analystin bei Emarketer. "Eine wichtige Frage wird sein, ob Amazon angesichts der jüngsten Ankündigungen seiner Konkurrenten plant, seine ohnehin schon massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur weiter zu erhöhen."
Auch im Online-Handel, Amazons Kerngeschäft, erweist sich KI den Angaben des Konzerns nach als profitabel. Die Nutzung des KI-Assistenten Rufus erhöhe die Kaufwahrscheinlichkeit der Kunden um 60 Prozent, erklärte Jassy. Amazon hatte am Dienstag angekündigt 14.000 Bürojobs zu streichen.
M.García--CPN