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Meloni stellt Plan zur Stärkung der afrikanischen Wirtschaft vor
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat am Freitag die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Vertreter der Afrikanischen Union (AU) in Rom zu einem Gipfel empfangen, der darauf abzielt, die afrikanischen Volkswirtschaften zu stärken und die illegale Migration in die EU aus dem Kontinent einzudämmen. Ziel sei es, afrikanischen Ländern dabei zu helfen, "die Ursachen zu bekämpfen, die zu viele junge Menschen dazu treiben, kriminellen Organisationen Geld für eine gefährliche Überfahrt" über das Mittelmeer nach Europa zu zahlen, erklärte Meloni bei einer Pressekonferenz am Freitag.
"Wir alle wissen, dass Afrika seine Talente, seine Fähigkeiten, seine Unternehmer und seine Arbeitskräfte braucht", sagte ihrerseits von der Leyen.
Meloni, deren ultrarechte Partei Fratelli d'Italia die Bekämpfung der irregulären Einwanderung zu einer Priorität erklärt hat, hat einen 5,5 Milliarden Euro schweren Plan für 14 Länder aufgelegt, um Branchen von der Energieversorgung bis hin zum Gesundheitswesen zu unterstützen. Unter den Staaten, die von dem Programm profitieren sollen, sind Äthiopien, die Elfenbeinküste und der Senegal.
Meloni drängt darauf, ihren Plan mit der Investitionsoffensive Global Gateway der EU in Einklang zu bringen, die unter anderem darauf abzielt, Chinas wachsendem Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent entgegenzuwirken.
Die am Freitag verkündeten Vorhaben der EU und Italiens konzentrieren sich laut einer Erklärung größtenteils auf die Erneuerung den Lobito-Korridor – eine Eisenbahnlinie quer durch Afrika – und das interkontinentale Kommunikationssystem Blue-Raman.
Der Vorsitzende der AU, Mahamoud Ali Youssouf, begrüßte die Investitionen und erklärte, insbesondere der Korridor werde "den innerafrikanischen Handel ankurbeln".
Melonis Plan sieht auch vor, die Handelsbeziehungen zwischen Italien und afrikanischen Staaten im Energiesektor zu stärken. Durch die Gasverknappung infolge der russischen Invasion sucht Italien nach alternativen Energielieferanten.
D.Goldberg--CPN