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UNO verurteilt Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit"
Die UN-Generalversammlung hat den transatlantischen Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" verurteilt. Unter Beifall wurde am Mittwoch in New York eine von Ghana eingebrachte Resolution mit 123 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und 52 Enthaltungen angenommen. Die Resolution gilt als erster Schritt in Richtung historischer Gerechtigkeit und fordert alle UN-Mitgliedsstaaten zum Einsatz für Reparationen für erlittenes Unrecht auf.
"Der transatlantische Sklavenhandel war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das den Kern des Menschseins traf, Familien auseinander riss und Gemeinschaften zerstörte", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. "Um das Unentschuldbare zu rechtfertigen, schufen die Befürworter und Nutznießer der Sklaverei eine rassistische Ideologie – und verwandelten Vorurteile in eine Pseudowissenschaft." Gegen die Resolution stimmten die USA, Israel und Argentinien.
2023 leistete Ghana bereits einen Vorstoß und rief die afrikanischen Staaten zum gemeinsamen Kampf für Reparationszahlungen für das erlittene Unrecht des Sklavenhandels und des Kolonialismus auf. 1957 erlangte Ghana als erstes Land des afrikanischen Kontinents die Unabhängigkeit von den Kolonialmächten.
Europäische Seefahrermächte hatten sich seit dem 16. Jahrhundert am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt. Dieser organisierte den Handel von Millionen von Menschen aus West- und Zentralafrika. Im sogenannten Dreieckshandel brachten die Europäer dabei Sklaven von Westafrika nach Amerika und kamen von dort mit Waren aus der Neuen Welt zurück. Nachdem Großbritannien 1807 ein Verbot des Sklavenhandels erließ, wurde dieser auch von den anderen beteiligten Staaten bis Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben.
A.Samuel--CPN