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Brand in historischer Burg in Thüringen: Tierbisse an Stromkabel mögliche Ursache
Der Brand der mehr als 800 Jahre alten Runneburg in Thüringen ist nach ersten Erkenntnissen womöglich durch Tierbisse an einer Stromleitung verursacht worden. Wie die Polizei in Erfurt am Freitag mitteilte, lokalisierten Brandermittler die wahrscheinliche Ursache in einem ungenutzten Lagerraum. Dort habe es einen technischen Defekt an einer Stromleitung gegeben, die zuvor wohl von einem "Schadnager" angenagt worden sei.
In der mittelalterlichen Burganlage in der Gemeinde Weißensee war am späten Mittwochabend ein Feuer ausgebrochen und hatten große Schäden an dem historischen Gebäudebestand verursacht. Deren Höhe könne noch immer nicht beziffert werden, teilte die Landespolizeidirektion weiter mit.
Die auch als Burg Weißensee bekannte Festungsanlage aus dem zwölften Jahrhundert gehört laut Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Sie gilt demnach auch als "kleine Schwester" der Wartburg. In kaum einer anderen mittelalterlichen Anlage sei so viel historische Bausubstanz erhalten.
Nach den bisherigen Ermittlungen entstand durch die beschädigte Leitung ein Schwelbrand, der sich zunächst mehrere Tage lang unbemerkt in einer Zwischendecke mit alten Holzbalken entwickelte. Erst danach griff das Feuer auf das Gebäude über. Hinweise auf Brandstiftung oder sonstige menschliche Einwirkungen gebe es dagegen nicht, hieß es von der Polizei.
A.Agostinelli--CPN