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Münchener Chiphersteller Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich
Der Münchener Chiphersteller Infineon hat eine Investition in Höhe von 1,1 Milliarden Euro in seinen Standort im österreichischen Villach angekündigt. Dort soll "die weltweit erste Hochvolumenfertigung für Galliumnitrid (GaN)-Leistungshalbleiter" entstehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es addressiere damit die "stark wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen Stromversorgungslösungen".
Infineon profitiert derzeit stark von dem massiven Ausbau der Rechenleistung für Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI). Das Münchener Unternehmen liefert vor allem Halbleitertechnik für die Stromsteuerung in Rechenzentren. Galliumnitrid als Halbleiter bietet dem Unternehmen zufolge "erhebliche Effizienzsteigerungen". Produktionsstart der neuen Anlage in Villach, nahe der slowenischen Grenze, soll Ende 2027 sein.
Infineon bringe Galliumnitrid-Leistungselektronik "als erstes Unternehmen weltweit in die Volumenfertigung", erklärte Infineon-Chef Jochen Hanebeck. "Diese substanzielle Investition ist unser klares Bekenntnis zur Stärkung des europäischen Halbleiter-Ökosystems und der technologischen Souveränität Europas."
Zuspruch kam auch von der österreichischen Bundesregierung, die das Vorhaben mit 319 Millionen Euro fördert. "Mit dem Milliarden-Investment von Infineon erleben wir eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der österreichischen Hightech-Industrie", erklärte Bundeskanzler Christian Stocker. "Das ist nicht nur ein starkes Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort, sondern stellt auch sicher, dass die Zukunft der Halbleiterindustrie nicht nur in Asien oder Amerika entschieden wird, sondern auch in Österreich und Europa."
H.Müller--CPN