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Mercedes senkt Gewinnerwartung wegen weiter wegbrechenden China-Geschäfts
Der Autokonzern Mercedes hat seine Umsatz- und Gewinnerwartung für 2026 wegen des weiter wegbrechenden China-Geschäfts abgesenkt. Der Stuttgarter Autobauer erwartet nun nur noch eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent, wie er am Dienstag mitteilte. Bislang war er von drei bis fünf Prozent ausgegangen. Beim Vorsteuergewinn geht Mercedes von einem Ergebnis wie im Vorjahr aus, zuvor war eine deutliche Verbesserung prognostiziert.
"Neben dem zunehmend herausfordernden Marktumfeld in China erwartet die Mercedes-Benz Group höhere Kosten im vierten Quartal, inklusive höherer Materialkosten", erklärte der Konzern dazu. Bereits bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im Juli hatte Mercedes unter Verweis auf Probleme in China seine Umsatzprognose nach unten angepasst. Im zweiten Quartal war der Absatz in der Volksrepublik um 30 Prozent eingebrochen.
Das China-Geschäft bereitet den deutschen Autohersteller massive Schwierigkeiten. Die Konsumstimmung im größten Automarkt der Welt ist weiterhin schlecht, zugleich kommen deutsche E-Autos im Vergleich zu deutlich günstigeren chinesischen Modellen kaum an.
Die VW-Tochter Porsche meldete am Dienstag einen Rückgang der weltweiten Auslieferungen in den ersten drei Quartalen um 16 Prozent. Der Konzernumsatz sank demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent auf 25,3 Milliarden Euro. Der Sportwagenhersteller sieht dies als ersten Erfolg seiner "Value-over-Volume-Strategie": Porsche will weniger, dafür teurere Autos verkaufen.
M.Anderson--CPN