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Deutsche Bahn macht Milliardenverlust - Fernverkehr schraubt Erwartungen herunter
Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr unter dem Strich erneut einen Milliardenverlust gemacht. Nach Steuern blieb ein Minus von 2,3 Milliarden Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Bilanzbericht hervorgeht. Stark negativ wirkte sich demnach unter anderem eine Abschreibung von 1,4 Milliarden Euro im Fernverkehr aus, die sich aus verschlechterten Umsatzerwartungen angesichts der maroden Infrastruktur ergibt.
Mit dem vollzogenen Verkauf der ehemaligen Bahn-Tochter Schenker wirkte sich ein weiterer Sondereffekt stark auf die Bilanz aus. Die Erlöse aus dem Verkauf bescherten der Deutsche Bahn demnach einen Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro. Die Mittel seien aber vorrangig für den Schuldenabbau eingesetzt worden.
Der Konzernumsatz stieg den Angaben nach um drei Prozent auf 27 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 630 Millionen auf ein Plus von 297 Millionen Euro. Bahn-Chefin Evelyn Palla sprach angesichts dieser Zahlen von einem "wichtigen Schritt nach vorne". Es zeichne sich eine Trendwende ab. "Besser ist aber noch nicht gut genug."
Die Abschreibung im Fernverkehr sei Ausdruck eines "neuen Realismus", sagte Palla. "Baustellen und Einschränkungen werden uns noch über Jahre begleiten und insbesondere den Fernverkehr mit seinen langen Laufwegen spürbar belasten." Es werde mindestens zehn Jahre dauern, die Schiene wieder in einen guten Zustand zu bringen. "Diese Realität müssen wir klar benennen und auch in unseren Zahlen abbilden."
D.Goldberg--CPN