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Studie: Ein Viertel der Süßwasser-Tierarten weltweit vom Aussterben bedroht
Ein Viertel der Süßwasser-Tierarten weltweit ist laut Forschern durch äußere Einflüsse wie Umweltverschmutzung vom Aussterben bedroht. Von mehr als 23.000 Tierarten, darunter Fische, Insekten und Schalentiere, seien durchschnittlich 24 Prozent vom Aussterben bedroht, heißt es in einer Studie, die am Mittwoch in der renommierten Fachzeitschrift "Nature" erschien. In den vergangenen 500 Jahren seien bereits 89 Süßwasser-Tierarten weltweit ausgestorben, schreiben die Autoren der Studie weiter.
Mindestens 178 weiteren Arten drohe dasselbe Schicksal. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer höher ist, da über viele Arten wenig bekannt sei.
Das Ausmaß der Bedrohung unterscheide sich je nach Tierart: Am schlimmsten betroffen seien Zehnfußkrebse, zu denen zum Beispiel Krabben gehören, von denen 30 Prozent drohten auszusterben. 26 Prozent der Fischarten sind demnach betroffen sowie 23 Prozent der Landwirbeltiere wie Frösche und Reptilien und 16 Prozent bestimmter Insektenarten wie Libellen.
Die Gründe für das Artensterben im Lebensraum Süßwasser sind der Studie zufolge vielfältig. Genannt werden unter anderem die allgemeine Umweltverschmutzung, Staudämme und Wasserentnahme, die Landwirtschaft, invasive Arten und der Klimawandel.
Die Studie weist zudem auf die Bedeutung von Süßwasservorkommen für die Artenvielfalt hin: Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und weitere Süßwasserreservoirs machen demnach nur weniger als ein Prozent der Erdoberfläche aus, sind aber Lebensraum für mehr als zehn Prozent aller bekannten Arten, darunter die Hälfte aller Fischarten sowie ein Drittel aller Wirbeltiere.
Gleichzeitig seien von 1970 bis 2015 mehr als ein Drittel der Feuchtgebiete wie Sümpfe, Moore und Tümpel verloren gegangen - ein Anteil, der das Waldsterben übersteige, heißt es in der Studie.
Es müsse schnell gehandelt werden, um weiteres Artensterben zu verhindern, schreiben die Forscherinnen und Forscher. Saubere Flüsse, Seen und weitere Süßwasserquellen sind demnach auch für Milliarden von Menschen lebenswichtig und begrenzen zudem die Erderwärmung.
D.Philippon--CPN