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Norwegischer Film gewinnt Goldenen Berlinale-Bären
Der norwegische Film "Oslo-Stories: Träume" ("Drømmer") des Filmemachers Dag Johan Haugerud ist bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären als Bester Film ausgezeichnet worden. Der Film sei eine Meditation über die Liebe, sagte Jury-Präsident Todd Haynes bei der Preisverleihung am Samstagabend in Berlin. Er vereine klare Beobachtung, kluge Kamera und perfekte Performance.
Der Film handelt von der 17-jährigen Johanne (Ella Øverbye), die sich in ihre Lehrerin verliebt und ihre Erlebnisse mit roher Ehrlichkeit zu Papier bringt. Als ihre Mutter und ihre Großmutter die Aufzeichnungen entdecken, weicht ihr anfängliches Entsetzen allmählich der Bewunderung für den literarischen Wert des Geschriebenen. Die beiden älteren Frauen beginnen, über ihr eigenes Liebesleben, genossene Freuden und verpasste Gelegenheiten nachzudenken.
Der Silberne Bär für die Beste Darstellerische Leistung in einer Hauptrolle ging an die australische Schauspielerin Rose Byrne in "If I Had Legs I'd Kick You". Byrne spielt darin eine überlastete Mutter, die mit zahlreichen Problemen konfrontiert wird. Nicht vielen gelinge es, so viel Schmerz und Kraft auf die Leinwand zu bringen, sagte Jury-Mitglied Nabil Ayouch bei der Verleihung. Byrne sei es gelungen, das Publikum "in die Dunkelheit zu ziehen."
Der Silberne Bär für die Beste Regie ging an den chinesischen Filmemacher Huo Meng für "Living the Land" ("Sheng xi zhi di"). Dieser sei ein komplexes Porträt der hellen und dunklen, der zarten und der brutalen Seiten eines gemeinsamen Lebens, sagte Jury-Mitglied Maria Schrader. Der Regisseur habe ein außergewöhnliches Auge für jedes Detail.
Der Silberne Bär für den Großen Preis der Jury ging an den brasilianischen Film "The Blue Trail" ("O último azul") von Gabriel Mascaro. Der Silberne Bär für den Preis der Jury wurde für den Film "Die Nachricht" ("El mensaje") des argentinischen Regisseurs Iván Fund verliehen.
Der Silberne Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle ging an den irischen Schauspieler Andrew Scott in "Blue Moon", der Silberne Bär für das Beste Drehbuch an den rumänischen Filmemacher Radu Jude für "Kontinental '25". Den Silbernen Bären für eine Herausragende Künstlerische Leistung bekam das Team von "The Ice Tower" ("La Tour de Glace").
19 Produktionen konkurrierten beim diesjährigen Filmfestival um die begehrten Hauptpreise. Im vergangenen Jahr hatte der Dokumentarfilm "Dahomey" der französisch-senegalesischen Filmemacherin und Schauspielerin Mati Diop den Goldenen Bären gewonnen.
Zum Auftakt des zehntägigen Festivals am 13. Februar war die schottische Schauspielerin Tilda Swinton mit dem Goldenen Ehrenbären für Lebenswerk ausgezeichnet worden. Die Berlinale ist das wichtigste Filmfestival in Deutschland und eines der wichtigsten weltweit.
Y.Ponomarenko--CPN