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Deutlicher Anstieg der Aufträge im Bauhauptgewerbe im September
Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat im September deutlich mehr neue Aufträge verzeichnet als im Vormonat. Der Auftragseingang stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag um 7,7 Prozent, getragen von Großaufträgen. Im Hochbau betrug der Anstieg demnach 1,7 Prozent, im Tiefbau 13,2 Prozent.
Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich ergibt sich für Juli bis September ein Anstieg um 4,0 Prozent im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten. Beim Hochbau liegt das Plus hier bei 3,5 Prozent und beim Tiefbau bei 4,5 Prozent. Im Vergleich zum September 2024 stieg der Auftragseingang preisbereinigt um 20,7 Prozent.
Die Bauwirtschaft hob vor allem den starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat hervor. Dies sei zum Teil zwar auf einen Basiseffekt zurückzuführen, weil es im September 2024 stark bergab gegangen war, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller. Doch "nach Monaten des Abwärtstrends" gebe es nun "endlich erste positive Nachrichten".
Auch Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, sieht "Licht am Bauhorizont". Die Nachfrage scheine "endlich wieder etwas Tritt zu fassen, Bauinvestitionen werden insgesamt mehr angeschoben". Im Wohnungs- und Gewerbehochbau habe es in den vergangenen Monaten bereits Bewegung gegeben, nun seien im Wirtschaftstiefbau viele Großprojekte für Schienennetze, ÖPNV, Stromleitungen, und Fernwärme dazugekommen.
H.Müller--CPN