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Mehr Baugenehmigungen im ersten Quartal
In den ersten drei Monaten des Jahres sind in Deutschland mehr neue Wohnungen genehmigt worden. Die Zahl stieg um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 55.400, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im März wurde demnach der Bau von 19.500 Wohnungen genehmigt - ein Plus von 5,8 Prozent im Vorjahresvergleich.
Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser legte von Januar bis März besonders stark um 15,3 Prozent auf 10.600 zu. Bei Zweifamilienhäusern dagegen sank die Zahl genehmigter Wohnungen um fast neun Prozent auf rund 3000. Bei Mehrfamilienhäusern blieb die Zahl der Genehmigungen mit 28.800 Wohnungen nahezu konstant. Weitere Wohnungen wurden in bestehenden Gebäuden genehmigt.
Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, sieht in den Zahlen "erste Anzeichen einer realwirtschaftlichen Erholung". Die Talsohle beim Wohnungsbau "dürfte durchschritten sein".
Die neue Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hatte am Donnerstag bei der Vorstellung ihres Regierungsprogramms im Bundestag ein "ambitioniertes Tempo" beim Wohnungsbau versprochen. Sie wolle dafür in den ersten 100 Tagen der Regierung einen Gesetzentwurf für einen "Wohnungsbau-Turbo" vorlegen, um schnelleres Bauen zu ermöglichen.
A.Zimmermann--CPN