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Studie: Zeugnisnoten fördern Bildungsengagement von Eltern
Zeugnisnoten wirken einer Studie zufolge stärker auf das Bildungsengagement von Eltern für ihre Kinder als schriftliche Lernstandsbeschreibungen. Wie die am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichte Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) zeigte, schätzen Eltern die schulischen Leistungen ihrer Kinder in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften oft höher ein, als sie tatsächlich sind. Diese Fehleinschätzung könne dazu führen, dass Kinder von Eltern nicht ausreichend gefördert würden.
Lernstandsbeschreibungen ändern daran wenig, wie die Studie weiter ergab. Deutlicher reagieren Eltern hingegen auf Zeugnisnoten. Diese könnten sehr wohl helfen, das Missverständnis zu korrigieren. Gleiches gilt den Angaben zufolge für persönliche Gespräche mit Lehrkräften.
"Väter und Mütter, die präzisere Informationen zum Leistungsstand erhielten, lasen häufiger mit ihren Kindern und spielten öfter mit ihnen", erklärte die BIB-Bildungsforscherin Elena Ziege. Dies gelte "insbesondere, wenn es sich um das erste Zeugnis im Schulverlauf handelte".
Eltern bräuchten daher gut verständliche, strukturierte und frühzeitige Informationen über die schulischen Leistungen ihrer Kinder, hieß es weiter. Dies sei besonders für benachteiligte Familien wichtig. Die Studie beschränkt sich in ihren Aussagen auf das erste Grundschuljahr.
D.Avraham--CPN