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Wohnraum für Studenten: Miet- und Nebenkosten explodieren
Wohnraum ist für Studierende nicht nur knapp, sondern oft auch unbezahlbar. Nach dem am Donnerstag vorgestellten Studentenwohnreport des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liegt die Kaltmiete in 38 untersuchten Hochschulstädten aktuell im Schnitt um 6,2 Prozent über dem Vorjahr. Miet- und Nebenkosten würden "explodieren".
Damit sind das zweite Jahr in Folge alle Hochschulstädte bei Studentenwohnungen teurer geworden. Bereits im vergangenen Jahr lag der Preisanstieg bei 5,9 Prozent.
Spitzenreiter ist in diesem Jahr Heidelberg mit einer Steigerung von acht Prozent bei den Kaltmieten. Es folgen Oldenburg mit einem Plus von 6,8 Prozent und Berlin mit einem Plus von 6,4 Prozent. Die geringsten Preiserhöhungen bei Kaltmieten für studentisches Wohnen gab es in Chemnitz (1,0 Prozent), Jena (1,6 Prozent) und Regensburg (2,2 Prozent).
Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 waren die Mieten in etlichen Städten noch gesunken - dieser positive Effekt ist allerdings längst verpufft. Grund hierfür ist unter anderem ein geringeres Wohnangebot bei gleichzeitig vielerorts steigender Nachfrage. Zudem ist Wohneigentum seit der Zinswende für immer mehr Menschen nicht bezahlbar, weshalb diese ebenfalls mit Studierenden um Mietwohnungen konkurrieren.
Eine studentische Musterwohnung mit 30 Quadratmetern kostet in Frankfurt und München nun rund 700 Euro Warmmiete, wobei Frankfurt mit 696 Euro München knapp als teuersten Studienort ablöste. Aufgrund steigender Energiepreise haben sich auch die Wohnnebenkosten dem Report zufolge "extrem erhöht". Die Abschläge für Heizkosten stiegen demnach seit Jahresbeginn um durchschnittlich 43 Prozent - bei gleichzeitig stagnierenden studentischen Einkommen.
Am günstigsten wohnen Studierende in den ostdeutschen Städten Magdeburg und Chemnitz, wo die Warmmieten im Schnitt bei 282 Euro beziehungsweise 294 Euro liegen. Einzig in diesen beiden Städten können Studierende auch die Miete für eine studentische Musterwohnung mit dem Wohnzuschlag im Bafög-Höchstsatz (360 Euro) abdecken. In München reicht er gerade mal für 14 Quadratmeter kalt.
H.Müller--CPN