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Londoner Polizei leitete Vorwürfe gegen Meghans Vater nicht an andere Behörden weiter
Nachdem Prinz Harrys Frau Meghan bereits vor Jahren geäußerte Kinderporno-Anschuldigungen gegen ihren Vater öffentlich gemacht hat, wird offenbar geprüft, ob die britischen Ermittler die Vorwürfe ausreichend untersucht haben. Die Metropolitan Police in London bestätigte am Samstag, dass sie 2019 "einen Brief mit einer Reihe von Vorwürfen zu mutmaßlichen Verstößen außerhalb des Vereinigten Königreichs" erhalten habe. Davon seien Meghan und Harry, nicht aber andere Ermittlungsbehörden in Kenntnis gesetzt worden.
Nach dem Erhalt des Schreibens mit den Vorwürfen gegen Meghans Vater Thomas Markle im Januar 2019 und dessen Prüfung sei entschieden worden, "dass es an das Büro des Herzogs und der Herzogin von Sussex zu ihrer Kenntnis weitergeleitet werden soll", teilte die Met unter Verwendung der offiziellen Titel von Harry und Meghan mit. Andere Strafverfolgungsbehörden seien nicht über die Details der Angelegenheit informiert worden.
Eine mit den Vorgängen vertraute Quelle sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Londoner Polizei ermittle in der Angelegenheit nicht. Die Met selbst erklärte am Samstag, sie überprüfe "die Handhabung dieser Angelegenheit im Jahr 2019" und ob es notwendig sei, die Polizeiaufsichtsbehörde einzuschalten.
Am Freitag hatten britische Zeitungen wie die "Sun" berichtet, dass im Besitz von Meghans Vater in seinem früheren Haus auf den Philippinen Aufnahmen von Kindesmissbrauch gefunden worden seien. Meghan hatte daraufhin erklärt, dass sie bereits im Jahr 2018 mit Harry ein Schreiben an die Metropolitan Police gesehen habe, das bereits derartige Vorwürfe gegen ihren Vater enthielt. Ihr sei damals "versichert" worden, dass die Vorwürfe untersucht würden.
Laut der britischen Nachrichtenagentur PA wurde Meghan das Schreiben mit den Kinderporno-Vorwürfen gegen ihren Vater erst nach ihrer Hochzeit mit Harry im Mai 2018 vorgelegt. Die 45-jährige frühere US-Schauspielerin erklärte am Freitag, sie sei "zutiefst verstört" über die Vorwürfe und habe sich deswegen von ihrem Vater abgewendet. Den Kontakt zu ihren Kindern, dem heute siebenjährigen Archie und der fünfjährigen Lilibet, habe sie zu deren Schutz untersagt.
Meghans 82 Jahre alter Vater, der mittlerweile im US-Bundesstaat Florida lebt, wies die Anschuldigungen in einem Interview mit der "Daily Mail" als einen "Haufen Lügen" zurück.
Britischen Medien zufolge ermitteln die philippinischen Behörden wegen der Vorwürfe gegen Thomas Markle. Die US-Bundespolizei erklärte, sie sei über die Vorwürfe informiert und werde die philippinischen Behörden in angemessener Weise unterstützen.
Prinz Harry und Meghan waren Ende August nach sechsjähriger Abwesenheit mit ihren beiden Kindern überraschend aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt. Das Paar hatte sich Anfang 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von seinen royalen Pflichten zurückgezogen.
Y.Ibrahim--CPN