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SpaceX-Rakete Starship umrundet erstmals die Erde
Mission erfolgreich: Eine Starship-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat erstmals die Erde umrundet. Die Riesenrakete landete am Montag nach nur rund drei Stunden Flug im Pazifik westlich von Chile. Deutlich schneller als geplant setzte das Starship 26 Satelliten für das Netzwerk Starlink in der Erdumlaufbahn aus.
"Wasserung bestätigt. Glückwunsch an das gesamte SpaceX-Team zum ersten Starship-Flug im Orbit!", erklärte das Raumfahrtunternehmen von Tech-Unternehmer Elon Musk im Onlinedienst X zu einem Video von der Landung, in dem jubelnde Ingenieurinnen und Ingenieure zu hören waren.
Dieser Testflug war ein Novum: Bei den vorangegangenen war die gut 120 Meter lange Riesenrakete stets in geringerer Höhe geflogen, nun umkreiste sie die Erde in einer Höhe von rund 275 Kilometern. SpaceX sprach von einer "aufregenden neuen Phase" in der Entwicklung von Starship. Die Rakete erfüllte ihre Mission deutlich schneller als geplant. Eigentlich sollte sie zehn Stunden im All bleiben und sechs Mal die Erde umrunden.
Der Testflug erfolgte drei Monate nach dem Rekord-Börsengang von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Starship ist die größte und leistungsfähigste Rakete, die jemals entwickelt wurde. Bis zu einer kommerziellen Nutzung wird allerdings noch Zeit vergehen. Musk will mit der Rakete mittelfristig Rechenzentren für Künstliche Intelligenz ins All bringen und den Mond oder sogar den Mars erreichen.
"Wir gehen nur in die Umlaufbahn, wenn alles in Ordnung ist", hatte der SpaceX-Ingenieur Jake Berkowitz vor dem Start gesagt. Der Aufstieg der Rakete erwies sich schwieriger als geplant, da ein Problem mit einem Triebwerk der Raketen-Oberstufe auftrat. Kurzfristig stand ein Abbruch der Mission im Raum, die Bodenkontrolle entschied sich jedoch dagegen, wie SpaceX-Sprecher Dan Huot mitteilte. Mehrere Starship-Test waren in der Vergangenheit mit spektakulären Explosionen zu Ende gegangen, insbesondere über der Karibik.
Die Starship-Rakete spielt eine wichtige Rolle bei den Weltraumplänen von SpaceX und der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die eine Rückkehr von Astronauten zum Mond anstrebt. Ziel ist eine Mondlandung vor Ende 2028 - und damit noch während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.
In dieser Woche plant SpaceX drei weitere Raketenstarts. Am Freitag soll mit der Crew-13 eine neue Besatzung zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Sie besteht aus den beiden Nasa-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, dem Kanadier Joshua Kutryk und dem russischen Kosmonauten Sergej Teterjatnikow.
Y.Jeong--CPN