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Personalmangel führt bei der AVG im August zu Fahrtausfällen
Auf mehreren Linien der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft fallen im August 2026 Fahrten aus, weil Personal fehlt. Fahrgäste müssen auf andere Verbindungen ausweichen.
Der Mangel an Fahrpersonal wirkt sich in Karlsruhe unmittelbar auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft kommt es im August 2026 auf mehreren Linien zu Ausfällen. Betroffene Fahrgäste müssen andere Verbindungen nutzen und teilweise längere Wartezeiten einplanen.
Der Personalengpass im Verkehr ist Teil eines größeren Fachkräfteproblems. Auch Gesundheitswesen, Pflege, Handwerk und Gastronomie suchen Beschäftigte. Fehlen Arbeitskräfte, werden Leistungen eingeschränkt und die verbleibenden Mitarbeiter übernehmen zusätzliche Aufgaben. Damit steigt zugleich das Risiko von Überlastung.
Für den öffentlichen Nahverkehr ist die Lage besonders relevant, weil Busse und Bahnen für Mobilitätswende und Klimaschutz ausgebaut werden sollen. Mehr Angebot setzt jedoch voraus, dass genügend Fahrerinnen, Fahrer und technische Fachkräfte verfügbar sind.
Bis 2030 benötigt die Verkehrsbranche nach den vorliegenden Angaben rund 110.000 neue Beschäftigte. Ein wesentlicher Grund ist, dass viele Angehörige der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Schon heute fehlen bundesweit ungefähr 20.000 Busfahrer und rund 3.000 Triebfahrzeugführer.
In den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen arbeiten etwa 152.000 Menschen. Davon sind rund 85.000 im Fahrdienst und 38.000 in technischen Bereichen tätig. Bis 2030 soll die Beschäftigtenzahl um rund 21 Prozent wachsen, während gleichzeitig jährlich etwa 4.000 bis 6.000 Fachkräfte ausscheiden.
Verkehrsunternehmen müssen daher zugleich neue Stellen schaffen und altersbedingte Abgänge ersetzen. Neben Ausbildung und gezielter Anwerbung spielen Arbeitsbedingungen, Schichtmodelle und Bezahlung eine Rolle, wenn Betriebe ausreichend Personal gewinnen wollen.
Die aktuellen Ausfälle bei der AVG zeigen, dass der Engpass bereits den laufenden Betrieb beeinträchtigt. Ohne genügend Beschäftigte lassen sich Fahrpläne nicht zuverlässig einhalten. Für Fahrgäste bedeutet das kurzfristig weniger planbare Mobilität; langfristig erschwert die Entwicklung den gewünschten Ausbau des Nahverkehrs.
X.Cheung--CPN