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Medien: Harry und Meghan sind mit ihren Kinder nach Großbritannien zurückgekehrt
Mehr als sechs Jahre nach seinem Bruch mit dem britischen Königshaus ist Prinz Harry laut Medienberichten wieder zurück in seiner Heimat. Der 41-jährige Herzog von Sussex, seine vier Jahre ältere Frau Meghan und ihre Kinder Archie und Lilibet seien am Mittwochmittag mit einem Privatjet aus Kalifornien kommend im zentralenglischen Birmingham gelandet, berichteten britische Medien wie die BBC und der "Telegraph".
Das Paar hatte sich Anfang 2020 von seinen royalen Pflichten zurückgezogen und lebte in den vergangenen Jahren in Meghans Heimat Kalifornien. Erst vor einer Woche hatten britische Medien berichtet, dass der jüngere Sohn von König Charles III. mit seiner Familie bis Ende des Monats in die Heimat zurückkehre.
Die beiden sieben und fünf Jahre alten Kinder von Harry und Meghan sind demnach bereits zum Schulbeginn im September an einer Privatschule angemeldet. Eine offizielle Mitteilung über ihre Rückkehr hat die Familie bisher nicht veröffentlicht. Ihr Sprecher sagte der BBC nur: "Das ist nicht etwas, das wir kommentieren würden."
Harrys Vater, der britische König, Charles III. war den Berichten zufolge sehr kurzfristig über die Pläne des Paares informiert worden. Royale Pflichten werden Harry und Meghan nicht wieder übernehmen, wie es weiter hieß.
In der Frage, wie lange die Familie im Vereinigten Königreich bleiben will, widersprachen sich die Berichte. Einige sprachen von Jahren, andere nur von Monaten. Dem "Telegraph" zufolge will sich die Familie "für längere Zeit" an einem Wohnsitz in der Cotswolds-Region in Zentralengland niederlassen, der nicht zum Besitz des britischen Königshauses gehört.
Die malerische Region nordöstlich von London ist bei Prominenten sehr beliebt. Laut dem Blatt wollen Harry und Meghan aber ein "internationales" Familienleben pflegen und ihre Häuser in Kalifornien und Portugal behalten.
Unklar war zunächst auch die seit Jahren heikle Frage, ob die Familie wieder staatlich finanzierten Personenschutz bekommt, den sie bei Verlassen des Landes verloren hatte. Der britische Premierminister Andy Burnham machte bereits deutlich, die Sicherheit der Familie sei eine "private Angelegenheit". Eine Umfrage des Instituts YouGov zufolge sind 70 Prozent der Briten der Ansicht, das Paar solle seinen Personenschutz ganz oder zumindest teilweise selbst bezahlen.
Harry soll laut "Telegraph" aber schon Innenministerin Shabana Mahmood in der Angelegenheit kontaktiert haben. Er wartet angeblich auf ein unabhängiges Gutachten zu der Frage, wer öffentlich finanzierten Personenschutz bekommen kann.
Harry und seine Frau hatten sich Anfang 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von ihren royalen Pflichten zurückgezogen. Sie zogen zunächst nach Kanada, kurze Zeit später dann nach Kalifornien.
Die Rückkehr steht unter schwierigen Vorzeichen. Nach sechs Jahren im kalifornischen Exil sind die Fronten gegenüber seiner Familie und der britischen Öffentlichkeit so verhärtet, dass die Ankunft des 41-Jährigen mit seiner Frau und den beiden Kindern in England bei seinen Landsleuten keinen Jubel auslöste - obwohl Harry einst zu den beliebtesten Mitgliedern des Königshauses zählte.
Umfragen zufolge stoßen Harry und Meghan in Großbritannien heute auf größere Ablehnung als jedes andere Mitglied der Royals - mit Ausnahme seines Skandal-Onkels Andrew. Dies dürfte es insbesondere Meghan schwer machen, in Großbritannien in ihrem Beruf als Schauspielerin Fuß zu fassen. Nur wenige Tage nach Berichten über eine mögliche Rolle für Meghan in der britischen Netflix-Serie "The Gentlemen" wurde das Angebot angeblich wieder zurückgezogen.
Auch Harry steht vor großen Herausforderungen. Er hatte unter anderem öffentlich den Vorwurf geäußert, dass Meghan im Palast rassistisch beleidigt worden sei. Das Verhältnis zum Königshaus galt seitdem als äußerst angespannt.
Mit seinem Vater bahnte Harry aber bereits im Februar 2024 eine Versöhnung an, nachdem der Monarch seine Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte. Harry flog über den Atlantik, um seinen Vater zu sehen. Im September 2025 folgte ein weiterer Besuch, im vergangenen Monat dann empfingen Charles und seine Frau Camilla Harry mitsamt Meghan und den Kindern.
Harrys Verhältnis zu Prinz William scheint dagegen nicht gekittet. Harry hatte seinen Bruder öffentlich als "Erzfeind" bezeichnet, der ihn im Eliteinternat Eton weitgehend ignoriert und später während eines Streits über Meghan körperlich attackiert habe. Der britische Thronfolger äußerte sich bislang nicht zur Rückkehr seines jüngeren Bruders.
J.Bondarev--CPN