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Hundert Meter langer Kanal für Buckelwal: Hoffnung auf schnelle Rettung schwindet
Im Drama um den seit mittlerweile dreieinhalb Wochen vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal schwinden die Chancen auf eine schnelle Befreiung des Tiers. Die von den Behörden geduldete private Rettungsinitiative will nun nach Angaben vom Donnerstag zunächst eine mehr als hundert Meter lange Rinne graben, um für das derzeit in sehr flachem Wasser auf einer Art Landzunge festsitzende Tier einen Ausweg zu schaffen.
Die Arbeiten an dem 110 Meter langen und rund zehn Meter breiten Kanal durch den sandigen Untergrund dürften "gut zwei Tage" dauern, sagte der Chef des Arbeiter- und Taucherteams der Initiative, der Unternehmer Fred Babbel. Derzeit sei zur Unterstützung ein größerer Schwimmbagger nach Poel unterwegs, der bereits bei einer früheren Befreiung des Wals bei Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein Ende März beteiligt war.
Unklar ist demnach noch, wie der Wal gegebenenfalls durch die Rinne in tieferes Fahrwasser gelangen könnte und was weiter passiert. Derzeit werde an einem Konzept gearbeitet, sagte Babbel vor Journalisten vor Ort ohne Nennung von Details. Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) werde dieses "schnellstmöglich" präsentiert. Die Behörden überwachen die Maßnahmen, die Verantwortung liegt jedoch bei der Privatinitiative.
"Wir könnten ihn freilassen - oder wir könnten ihn auch auf andere Weise bewegen oder transportieren", erläuterte Babbel mit Blick auf den Wal. Das Team sei weiter "guter Dinge, dass wir ihn hier lebend rausbringen".
Das von Fachleuten bereits aufgegebene und mutmaßlich schwerkranke Tier war seit Anfang März vor der Ostseeküste umhergeirrt und dabei wiederholt gestrandet. Seit dem 31. März liegt es in einer Seitenbucht bei Poel vor Wismar fest. In der vergangenen Woche gaben die Behörden grünes Licht für eine Art letzten Rettungsversuch der von zwei Unternehmern finanzierten Privatinitiative. Ihr Konzept sah vor, den Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons anzuheben und bis in die Nordsee zu schleppen.
Inzwischen veränderte sich die Lage jedoch. Am Montag schwamm sich das wochenlang praktisch regungslos liegende Tier bei Hochwasser plötzlich nochmals kurz frei und kam in einem sehr flachen Bereich an einer Landzunge am Ausgang der Bucht fest. Bei fallendem Wasser war es in akuter Gefahr. Die Helfer spülten in einer Notfallaktion ein zwei Meter tiefes Becken im Untergrund aus, in dem der Wal nun steckt.
Laut Initiative liegt der Wal darin zwar nicht auf dem Boden auf und ist zunächst sicher, kann aber nicht weg. Landesumweltminister Backhaus erklärte bereits am Mittwoch, das ursprüngliche Rettungskonzept der Initiative müsse angesichts der veränderten Situation überarbeitet werden. Das Tier habe bewiesen, dass es schwimmen könne und wolle. Es sei nicht mehr vorstellbar, es anzuheben und in einem Netz zwischen Pontons zu transportieren. "Wir brauchen jetzt einen neuen Plan."
Unter Fachleuten herrscht weitverbreitete Kritik an den fortgesetzten Rettungsbemühungen. Sie bezweifeln, dass dem Tier angesichts offenbar massiver gesundheitlicher Probleme noch geholfen werden kann, und sehen darin einen weiteren Stressfaktor. Mehrfachstrandungen gelten als sicheres Zeichen für gravierende Probleme oder Einschränkungen. Dazu kommen potenzielle Folgeschäden an Organen durch das lange Liegen in Flachwasser sowie Hautschäden durch den geringen Salzgehalt der Ostsee.
Am Mittwoch bekräftigte die Internationale Walfangkommission nochmals ihre kritische Sicht in einem Brief an Backhaus, den dessen Ministerium am Abend veröffentlichte. "Behauptungen, dass dieser Wal über lange Entfernungen erfolgreich in Sicherheit geleitet werden kann, werden durch dessen wiederholte Strandungen und dessen sich verschlechternden Zustand konterkariert", heißt es darin. Weitere Versuche, das Tier anzuheben oder zu bewegen, drohten nur "zusätzlich Leid" zu verursachen.
Zugleich schloss die inzwischen hauptsächlich mit Walschutz befasste internationale Organisation erneut eine schonende Erlösung des Tiers aus. Es gebe dafür bei einem Wal dieser Größe aktuell "keine gangbare Möglichkeit". Der einzig verantwortungsvolle und pragmatischen Ansatz sei aus ihrer Sicht daher eine "ruhige und stille Palliativversorgung".
Große Wale sind in der flachen Ostsee nicht heimisch und können dort nicht dauerhaft leben. Warum der Buckelwal in das Binnenmeer schwamm und im buchtenreichen Küstenbereich immer wieder festkam, ist unklar.
O.Hansen--CPN