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Studie: Mehr als jeder Dritte in Deutschland spielt gelegentlich um Geld
Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hat innerhalb eines Jahres an Glücksspielen um Geld teilgenommen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie zum Glücksspielverhalten der Deutschen hervor, wie das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) sowie der Deutsche Lotto- und Totoblock in Berlin mitteilten. Demnach gaben 36,4 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal gespielt zu haben.
Männer spielen der Untersuchung zufolge häufiger als Frauen. Während innerhalb der vergangenen zwölf Monate 40,4 Prozent der Männer mindestens einmal um Geld spielten, waren es bei den Frauen 32,4 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Glücksspieler an und erreicht in der Gruppe der 56- bis 70-Jährigen rund 40,3 Prozent.
Am beliebtesten ist laut den Ergebnissen des sogenannten Glücksspielsurveys 2025 weiterhin das klassische Zahlenlotto "6 aus 49". 18,3 Prozent der Befragten kauften innerhalb des Jahreszeitraums vor der Befragung mindestens einmal einen Spielschein. Es folgen der "Eurojackpot" mit 13,8 Prozent sowie Rubbellose mit 8,4 Prozent.
Insgesamt 7,5 Prozent der Befragten nahmen an sogenannten riskanten Glücksspielformen teil, darunter Automatenspiele, Kasinospiele, Sportwetten und die tägliche Zahlenlotterie "Keno". Bei 2,2 Prozent der 18- bis 70-Jährigen liegt laut Studie eine Glücksspielstörung vor.
Rund 11,7 Prozent der Befragten nehmen den Angaben zufolge mindestens einmal pro Woche an Glücksspielen teil. Weitere 3,4 Prozent spielen zwei- bis dreimal im Monat, 9,8 Prozent einmal monatlich. Rund 11,5 Prozent spielen seltener.
Im Vergleich zu den vorangegangenen Erhebungen der Jahre 2021 und 2023 habe sich das Glücksspielverhalten der Deutschen kaum verändert, hieß es weiter. Insgesamt wurden 12.340 Menschen befragt.
Erstmals erfasste die Studie auch kurzfristige Börsengeschäfte, sogenanntes Daytrading. Demnach gaben 6,5 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten solche Geschäfte getätigt zu haben. Unter Männern lag der Anteil bei 9,2 Prozent - unter Frauen bei 3,6 Prozent. Rund zwölf Prozent erfüllten dabei die Kriterien einer Glücksspielstörung.
Die Akzeptanz von Maßnahmen zum Spieler- und Jugendschutz stieg der Studie zufolge weiter. Am größten ist die Zustimmung mit 91,9 Prozent zum Teilnahmeverbot für Minderjährige. Hohe Akzeptanzraten weisen auch die Aufklärung über die Suchtgefahren des Glücksspiels sowie die Suchtwarnhinweise mit 88,5 beziehungsweise 81,1 Prozent auf.
Die Befragungen für die Studie fanden von August bis November 2025 statt. Neben dem ISD waren auch Forscher der Universität Bremen an dem Glücksspielsurvey beteiligt. Die Studie wurde vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert.
Y.Uduike--CPN