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Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
In den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie endet am Samstag um Mitternacht die Friedenspflicht - die IG Metall hat am Freitag bundesweit Warnstreiks ab Sonntagmorgen angekündigt. Dies sei die Reaktion auf das Angebot der Arbeitgeber, erklärte IG-Metall-Chefin Christiane Benner am Freitag. Damit forderten die Unternehmen einen Reallohnverzicht von den Beschäftigten.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für "Boom-Unternehmen". Die Arbeitgeber boten eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen, tariflichen Jahresbrutto in der Branche im Juli 2027 und 1,3 Prozent mehr Lohn ab Juli 2028.
Die Arbeitgeber "wollen den Menschen im Ergebnis Geld wegnehmen", kritisierte Benner. Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber provoziere in den Betrieben nur Unverständnis und Wut. "Deswegen werden die Beschäftigten mit starken Warnstreiks darauf reagieren."
Verzicht mache nichts besser, erklärte Benner. Tarifvorständin Nadine Boguslawski führte aus: "Das Angebot bedeutet eine Minus-Runde für die Beschäftigten und eine nachhaltige Schwächung der Wirtschaft. Ohne Kaufkraft gibt es keine starke Wirtschaft."
In der Branche arbeiten bundesweit 3,7 Millionen Menschen. Die Tarifverhandlungen führen die Bezirke der Gewerkschaft. Die letzten Verhandlungen der zweiten Runde fanden am Freitag für das Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim statt.
Y.Jeong--CPN