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Baugewerbe verbucht im August sprunghaften Auftragsanstieg um 23 Prozent
Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe haben im August einen massiven Auftragszuwachs verbucht. Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Aufträge um 23 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Mehrere Großaufträge bei der Bahn und im Wohnungsbau bescherten der Branche demnach den höchsten saisonbereinigten Anstieg zum Vormonat seit 1991. Vor allem der Tiefbau verzeichnete bei den Aufträgen ein Plus von 31,6 Prozent, während das Wachstum im Hochbau bei 12,4 Prozent lag.
Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, dämpfte jedoch die Erwartungen und betonte, dass die Zahlen keinen "Aufschwung in der Breite" signalisierten. "Der kräftige Anstieg beim Auftragseingang geht vor allem auf den Tiefbau mit wenigen Großaufträgen in einzelnen Bundesländern zurück, insbesondere in Bayern", erklärte er.
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich betrug das Auftragsplus in der Branche laut dem Statistischen Bundesamt 7,6 Prozent. Während es im Hochbau bei 0,6 Prozent lag, war das Wachstum im Tiefbau mit 13,8 Prozent deutlich größer.
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, sprach dennoch von einer insgesamt "positiven Nachricht". Zwar dauere es noch, bis Großprojekte in der Branche spürbar seien und sich nachhaltig im Umsatz niederschlügen. "Für das vierte Quartal und insbesondere für das kommende Jahr sind das aber gute Signale", sagte er.
A.Zimmermann--CPN