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Deutsche-Bank-Chef Sewing kritisiert Tankrabatt
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing übt Kritik an der Finanzpolitik der Bundesregierung. In der "Bild am Sonntag" kritisierte der Manager den im Oktober erneut in Kraft getretenen Tankrabatt zur Senkung der Spritpreise: "Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich bin kein Fan davon." Er glaube nicht, "dass uns der Tankrabatt auf Dauer helfen wird", sagte Sewing.
Die schwarz-rote Koalition will durch den Tankrabatt die Verbraucherinnen und Verbraucher an den Zapfsäulen entlasten. Durch die Maßnahme sinken die Steuersätze auf Benzin und Diesel um jeweils rund 17 Cent pro Liter. Der neue Tankrabatt gilt drei Monate lang bis Ende des Jahres - er kostet den Staat schätzungsweise 2,5 Milliarden Euro.
Sewing hält die Kosten der Preissenkung für zu hoch: "Wenn Sie sehen, was das monatlich kostet, wenn Sie sehen, wo wir sowieso schon in der Staatsschuldensituation sind, dann können wir nicht einfach immer obendrauflegen." Er gehe zudem davon aus, dass sich die Lage im Nahen Osten mit der dauerhaft gesperrten Straße von Hormus "nicht morgen erledigen" werde. Der US-iranische Konflikt hat zu Engpässen in der weltweiten Ölversorgung geführt, was die Preise an den Tankstellen in die Höhe treibt.
O.Ignatyev--CPN