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Bundestag gibt grünes Licht für neue Bahnstrecke Hamburg-Hannover
Der Bundestag hat grünes Licht für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover gegeben. Der Bundestag stimmte am Mittwochabend für eine entsprechende Beschlussempfehlung. Dieser Schritt ist die Voraussetzung dafür, dass die Deutsche Bahn das Projekt weiter planen kann.
"Wir beenden den jahrelangen Stillstand bei Hamburg-Hannover und bringen Neubau und Verbesserungen auf der Bestandsstrecke endlich zusammen", erklärte die SPD-Abgeordnete Isabel Cademartori. "Der Neubau schafft dringend benötigte Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr, zugleich investieren wir rund 250 Millionen Euro zusätzlich in die bestehende Strecke bis spätestens 2034."
Der Bau einer neuen Bahnstrecke wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Widerstand kommt insbesondere aus niedersächsischen Gemeinden. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich in der Vergangenheit kritisch - durch seinen Wahlkreis soll die neue Strecke verlaufen.
Vorgesehen ist nun laut Beschlussvorlage "der zweigleisige Neubau zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld mit einer Streckenlänge von 109 Kilometern". Cademartori lobte zudem Verbesserungen für Anwohner etwa beim Lärmschutz und "die Chance auf neue Regionalhalte entlang der Neubaustrecke". Das sei "ein verantwortungsvoller Kompromiss, der die Mobilitätswende voranbringt und die berechtigten Interessen der Region ernst nimmt".
Viele Forderungen der Region wurden allerdings als nicht finanzierbar abgelehnt - insbesondere bei der Gestaltung des Lärmschutzes und der regionalen Anbindung der neuen Trasse: Es bestehe "kein Spielraum zur Finanzierung der planerischen und baulichen Umsetzung der regionalen Forderungen".
Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Tarek Al-Wazir (Grüne), nannte die Entscheidung für den Bau der Strecke nach jahrelangem Hin und Her eine "gute Nachricht". "Jetzt muss Schwarz-Rot auch die Finanzierung sicherstellen. Denn nur mit einem langfristigen Finanzierungsplan kann weitergeplant werden und nach Genehmigung auch gebaut werden."
L.Peeters--CPN