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Neue Strategie: Porsche will weniger Autos verkaufen - aber dafür teurer
Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche will mit einer neuen Strategie wieder auf die Überholspur kommen. Ziel sei es, die Autos "noch exklusiver und begehrenswerter zu machen", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Wie Porsche im baden-württembergischen Weissach bei der Vorstellung seiner neuen Strategie 2035 ausführte, soll die Gewinnschwelle künftig bereits bei weniger als 200.000 Fahrzeugen erreicht werden.
Im vergangenen Jahr hatte der Sportwagenhersteller rund 280.000 Fahrzeuge abgesetzt, zehn Prozent weniger als 2024. Zugleich will Porsche den durchschnittlichen Verkaufspreis "mittelfristig um rund 20 Prozent steigern", wie der Autobauer erklärte - "etwa bei den Modellen an der Spitze des Angebots". Geplant sei "eine gezielt höhere Positionierung der Marke unter anderem durch ausgeweitete Individualisierungsangebote und eine Erweiterung des Produktportfolios in höherwertigen Segmenten".
Parallel dazu will die Marke aus dem Volkswagen-Konzern, die zuletzt ebenso wie weitere europäische Hersteller unter sinkenden Absätzen in China litt, die Kosten senken und dafür auch Arbeitsplätze abbauen. Mit der Arbeitnehmerseite bereits vereinbart wurde der Abbau von rund 9000 Stellen. Dieses "Zukunftspaket" umfasst nach Unternehmensangaben auch eine Standortsicherung für die Stammbelegschaft bis 2035. Bereits im September hatte Porsche zudem den Ausstieg aus einem Joint-Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac vollzogen.
Geplant ist auch eine Verschlankung des Unternehmens auf der Führungsebene: "Die Managementpositionen werden mittelfristig um 40 Prozent verringert", teilte Porsche am Mittwoch mit.
"Aktuell geht es vor allem darum, Kosten zu senken und das Unternehmen finanziell robuster zu machen", erklärte Vorstandschef Leiters. Oberstes Ziel sei es indes, "unsere einzigartige Sportwagenmarke weiter zu stärken - über alle Modellreihen hinweg und mit neuen, begehrenswerten Modellen in besonders margenstarken Segmenten".
So plant Porsche nach Unternehmensangaben auch "mehr exklusive Flaggschiff-Produkte". Entwickelt werden soll unter anderem eine Mittelmotor-Supersportwagenplattform, "die eine Modellreihe oberhalb der Sportwagen-Ikone 911 ermöglicht". Bis 2030 soll zudem "jedes Jahr mindestens ein markenprägendes neues Produkt" auf den Markt gebracht werden. Insgesamt strebt der Sportwagenbauer aber "20 Prozent weniger Modellvarianten" an - und die Entwicklungskosten für künftige Modellreihen sollen um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.
Angesichts der nachlassenden Nachfrage nach E-Autos der Marke bestätigte Leiters zudem, dass Porsche weiterhin in Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride investieren werde, während gleichzeitig die Investitionen in Elektrotechnologien fortgesetzt würden. Die Investitionen in Verbrennertechnologie bedeuteten nicht, dass sich Porsche von der E-Mobilität abwende, sagte er. Zugleich versicherte er jedoch, dass der 911 "niemals elektrisch" sein werde.
U.Ndiaye--CPN