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Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter
Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.
Besonders stark - nämlich um mehr als 83 Prozent - stieg in diesem Zeitraum die Zahl ausländischer Empfänger, die sich im ersten Quartal 2026 auf knapp 280.000 belief. Bei den Beziehenden mit deutscher Staatsangehörigkeit lag das Plus bei 19,5 Prozent. Als erste hatte am Montag die "Bild" über die Regierungsantwort berichtet.
Eine Sprecherin des Bundessozialministeriums bewertete die steigenden Zahlen als "nicht verwunderlich". Sie verwies auf den demografischen Wandel: "Die Gesellschaft wird insgesamt älter, deswegen gibt es natürlich auch mehr Grundsicherungsbezieher im Alter." Dass die Zahl der ausländischen Beziehenden so deutlich gestiegen sei, liege an der kriegsbedingten Zuwanderung aus der Ukraine: "In den vergangenen Jahren ging der Anstieg zu einem großen Teil auch auf die steigende Zahl der Ukrainerinnen und Ukrainer zurück."
Die Ministeriumssprecherin verwies darauf, dass der Anteil der Grundsicherungsempfänger im Alter an allen Menschen, die die Regelaltersgrenze überschritten haben, im Jahr 2024 bei 4,1 Prozent gelegen habe. Dieser Anteil sei gemessen an der Gesamtheit der älteren Menschen "relativ klein".
Der Bundesregierung zufolge stiegen mit der Zahl der Empfänger auch die Kosten deutlich. Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter hätten von rund 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf rund 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 zugelegt, heißt es in der Antwort an den AfD-Abgeordneten Springer.
Der AfD-Politiker forderte höhere Hürden für die Auszahlung von Sozialleistungen an Zugezogene aus dem Ausland. "Der Sozialstaat muss sich wieder stärker an denen orientieren, die ihn über viele Jahre mit ihren Steuern und Beiträgen getragen haben", sagte Springer der Nachrichtenagentur AFP. Für Zugezogene brauche es "deutlich höhere Hürden und längere Wartezeiten beim Zugang zu steuerfinanzierten Sozialleistungen".
Die Grundsicherung im Alter ist eine Sozialleistung für bedürftige Menschen im Rentenalter, deren Einkommen nicht für das Existenzminimum ausreicht. Abdecken soll sie unter anderem den notwendigen Lebensunterhalt, Aufwendungen für Unterkunft und Heizung sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.
H.Meyer--CPN