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Behörden: Zwei Tote bei russischen Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Ukraine
Bei russischen Angriffen auf zivile Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein 42-Jähriger sei nach einem Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilten die Behörden der Hauptstadt am Mittwoch mit. Im Süden der Ukraine wurde laut Behörden bei einem Angriff auf ein Frachtschiff der ukrainische Kapitän getötet.
Bei dem Angriff auf Kiew seien sieben Menschen verletzt worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko. Nach Explosionen in der Nacht und am Morgen war in mehreren Vierteln der Hauptstadt Rauch zu sehen. Eisenbahnchef Oleksandr Pertsowsky warnte, das Bahnnetz in der Hauptstadt stehe "unter Feuer". Er rief Reisende am Bahnhof Kiew zu "höchster" Vorsicht auf.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, bei den jüngsten Angriffen auf die Region Kiew seien ein Lager und ein Unternehmen getroffen worden, die mit der Herstellung von Drohnen in Zusammenhang stünden. Die Drei-Millionen-Einwohner-Stadt Kiew war bereits in den vergangenen Tagen verstärkt mit Drohnen attackiert worden.
Das im Süden angegriffene Frachtschiff sei unter der Flagge von Antigua und Barbuda gefahren, erklärte der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, im Onlinedienst Telegram. Die zuständige Hafenbehörde erklärte, der Angriff auf das Schiff sei eine "neue terroristische Tat Russlands gegen die zivile Schifffahrt", bei dem ein Ukrainer ums Leben gekommen sei. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau transportierte das angegriffene Schiff "Fracht mit militärischem Verwendungszweck" in den Hafen der Stadt Odessa.
Laut Odessas Gouverneur Kiper wurde auch zivile Infrastruktur attackiert. Dadurch seien Brände in Lagern für Medikamente und Nahrungsmittel ausgelöst worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte hingegen, die Angriffe in der Region hätten sich gegen ein Lager mit Drohnenbauteilen gerichtet.
Russland greift die Ukraine seit Februar 2022 fast täglich mit Drohnen und Raketen an. Die Ukraine reagiert mit Angriffen auf russisches Gebiet. Beide Seiten verstärkten ihre Angriffe in den vergangenen Monaten. Die verstärkten russischen Angriffe brachten die ukrainischen Exporte über das Schwarze Meer nahezu zum Erliegen.
Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 wurden im Schwarzen Meer nach türkischen Angaben mindestens 226 zivile Schiffe und Handelsschiffe getroffen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte am Dienstag vor der UNO Angriffe auf Handelsschiffe in dem Gewässer als "inakzeptabel", unabhängig davon, wer dafür verantwortlich sei. Unter anderem die Türkei, Russland und die Ukraine liegen am Schwarzen Meer.
P.Kolisnyk--CPN