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Neuer Chef der Meyer Werft sieht Kreuzfahrtschiffbauer auf gutem Kurs
Der neue Chef der Meyer Werft, André Walter, sieht das finanziell angeschlagene Traditionsunternehmen auf einem guten Kurs. "Die Werft hatte finanzielle und wirtschaftliche Probleme, das ist bekannt. Aber es gibt einen klaren Plan, um da herauszukommen, und den arbeiten wir jetzt konsequent ab", sagte der 60-Jährige ehemalige Airbus-Manager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Der Kreuzfahrtschiffbauer habe eine "sehr gute Zukunftsperspektive".
Die Werft habe er bei seinem Antritt keineswegs als Auslaufmodell vorgefunden, sagte Walter weiter. "Ich habe vor allem tolle Leute vorgefunden, die ihr Handwerk genau verstehen und wissen, wie man Schiffe baut." Die Sanierung des Unternehmens bis 2028 abzuschließen halte er für "absolut realistisch".
Die Meyer Werft aus dem niedersächsischen Papenburg war 2024 wegen hoher Energie- und Rohstoffpreise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Grundsätzlich war die Auftragslage des Unternehmens solide, doch weil ein Großteil des Kaufpreises von Schiffen erst bei Auslieferung gezahlt wird, konnte es die Preissteigerungen nicht sofort weiterreichen.
Der Bund und das Land Niedersachsen retteten das Traditionsunternehmen. Die Werft ist weiterhin zu mehr als 80 Prozent im Staatsbesitz. Sie beschäftigt rund 3200 Menschen.
X.Wong--CPN