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Volkswagen kappt Gewinnerwartung für 2026
Der Volkswagen-Konzern hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. "Sondereffekte" würden das Konzernergebnis voraussichtlich um insgesamt rund zehn Milliarden Euro reduzieren, erklärte der Wolfsburger Konzern am Freitagnachmittag in einer Börsenmitteilung. Die Umsatzprognose behält VW demnach mit nun 315 Milliarden Euro im Wesentlichen bei, die Umsatzrendite reduziert sich jedoch auf nur ein Prozent statt der zuvor erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent.
Negativ wirken sich den Angaben nach insbesondere "eine weitere Verschärfung des Marktumfelds, insbesondere in China, sowie eine beschleunigte Verschiebung der Nachfrage zugunsten batterieelektrischer Fahrzeuge" aus. Bei E-Autos sind die Gewinnmargen deutscher Autohersteller niedriger als bei Verbrennern. Vor allem bei den Marken Audi und Volkswagen bleibe die Geschäftserwartung hinter den Erwartungen zurück, erklärte der Konzern.
Der größte Posten unter den genannten Sondereffekten ist eine Wertberichtigung der Tochterfirma Porsche. Die mittel- und langfristige Bewertung des Unternehmens falle nun zehn bis 15 Prozent niedriger aus, was sich im VW-Konzernergebnis mit einem Minus von sechs Milliarden Euro niederschlage, führte VW aus.
Des Weiteren verweist der Konzern auf "zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen aus der Ausweitung von Vorruhestandsregelungen", den angestrebten Verkauf des VW-Werks in Osnabrück sowie Abschreibungen wegen des sich weiter verschlechternden China-Geschäfts. "In Summe belasten die drei Effekte das zweite Halbjahr voraussichtlich mit rund zwei Milliarden Euro", erklärte Volkswagen.
Auch ohne diese "Sondereffekte" liegt die aktualisierte Prognose für die Umsatzrendite den Angaben nach bei nur vier Prozent, also am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne. Zudem macht das Unternehmen weitere Unsicherheiten geltend: "Mögliche zukünftige Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten können weiterhin nicht belastbar eingeschätzt werden und sind daher in den prognostizierten Kennzahlen nicht berücksichtigt."
Auch die "derzeit gültige Zollsituation" gibt Volkswagen als weiteren Unsicherheitsfaktor ran. Aktuell gilt im Rahmen eines Abkommens der EU mit den USA für Lieferungen in die Vereinigten Staaten ein Zollsatz von 15 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit aber mit höheren Aufschlägen gedroht.
P.Petrenko--CPN