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Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen
Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von möglicherweise verbotenen Glücksspielen im Internet zurückbekommen, wird nun grundsätzlich vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Am Donnerstag verhandelte er in Karlsruhe über einen Fall, den er zum Leitentscheidungsverfahren erklärte. Andere Gerichte können sich später an dem Urteil orientieren - noch fiel aber keine Entscheidung. (Az.I ZR 216/25 und I ZR 78/25)
Der Termin für die Urteilsverkündung sollte zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Vor deutschen Gerichten liegen zahlreiche Klagen von Spielern, die von Glücksspielanbietern aus Malta verlorene Einsätze zurückfordern.
Vor dem BGH ging es nun um das Online-Casino Tipico Games, das im Zeitraum von Ende 2020 bis September 2022 zwar eine Lizenz aus Malta, aber keine aus Deutschland hatte. In einem zweiten Fall ging es darum, ob ein in Deutschland lebender Spieler Verluste zurückfordern kann, wenn er im Ausland spielte. Auch dazu fiel noch keine Entscheidung.
Um Online-Sportwetten ging es am Donnerstag dagegen nicht. Dazu stellte der BGH bereits im Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg Fragen zur Auslegung des EU-Rechts. Vor seiner Entscheidung über Sportwetten wartet er auf die Antwort der europäischen Richterinnen und Richter.
H.Müller--CPN