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Extremsommer hat höherprozentigen Champagner zur Folge
Wegen der extremen Klimabedingungen darf Champagner in diesem Jahr bis zu 15 Prozent Alkohol enthalten. Eine Ausnahmegenehmigung erlaube Winzern die Produktion von höherprozentigem Chapagner, da die Trauben bereits bei der Ernte einen hohen Alkoholgehalt aufwiesen, teilte der Branchenverband am Mittwoch mit. Üblicherweise hat Champagner zwölf Prozent Alkohol.
Die diesjährige Weinlese sei zwar wenig ergiebig gewesen, aber die durch die Hitzewellen früh gereiften Trauben seien von besonderer Qualität, erklärte der Branchenverband weiter. Sie erinnerten an mehrere historische Jahrgänge.
Die Bedingungen seien in diesem Jahr besonders schwierig gewesen: intensiver Frost im Frühjahr, eine sehr frühe Blüte und fünf teils extreme Hitzewellen im Sommer. Daher begann die Weinlese auch früher als je zuvor, für einige Winzer bereits am 6. August, für die meisten von ihnen am 17. August - rund zwei Wochen eher als im vergangenen Jahr.
Wegen des Klimawandels könnte diese jetzt noch außergewöhnliche Weinlese mittelfristig zur neuen Norm werden, sagte der Ko-Vorsitzende des Comité Champagne, Maxime Toubart. Es sei nötig, sich darauf vorzubereiten und über die "Champagne von morgen" nachzudenken.
Mengenmäßig sah es nicht so gut aus: Pro Hektar wurden etwa 7000 Kilo Trauben geerntet. Im vergangenen Jahr waren es knapp 10.000 Kilo. Dies werde sich jedoch nicht auf die vermarktete Menge auswirken, da Champagner in den meisten Fällen aus verschiedenen Jahrgängen verschnitten wird.
C.Peyronnet--CPN