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Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung
Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem Gesamtbedarf von 86 Milliarden Euro pro Jahr aber "volkswirtschaftlich leistbar". Rund die Hälfte davon falle für Instandhaltung ohnehin an, erklärte am Mittwoch das Öko-Institut, das die Studie im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität erstellte. Haushalte mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen können ihren Anteil demnach allerdings "nicht aus eigener Kraft finanzieren".
Nötig seien daher Nachbesserungen bei den Förderstrukturen, forderte die Stiftung Klimaneutralität. Zudem solle Wärme "langfristig stärker als öffentliche Daseinsvorsorge organisiert werden, um Investitionsrisiken zu bündeln und für alle Haushalte bezahlbare Lösungen zu ermöglichen".
Die Wärmewende sei "eine große, aber machbare Aufgabe", erklärte der Direktor der Stiftung, Thomas Losse-Müller. "86 Milliarden Euro im Jahr klingen nach viel. Die Bauwirtschaft hat 2024 aber 190 Milliarden Euro umgesetzt, und nur gut ein Drittel des Bedarfs entfällt überhaupt auf den Heizungstausch."
Das Problem sei die Verteilung der Kosten: "Wer weniger als 2000 Euro netto im Monat hat, müsste gemäß der Berechnung des Öko-Instituts mehr als ein Fünftel seines Einkommens für Heizung und Gebäude aufbringen", erläuterte Losse-Müller. "Das geht nicht. Und wer nicht investieren kann, bleibt bei Öl und Gas und zahlt mit jedem Jahr mehr fürs Heizen."
Ng.A.Adebayo--CPN